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Politik Sozialministerin: Kinderschutz auf Schülerreisen ausreichend
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18:16 27.04.2018
Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD). Quelle: Jens Büttner/archiv
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Schwerin

Für Kinder- und Jugendreisen in Mecklenburg-Vorpommern wird es keine speziellen Regierungsvorgaben zur Umsetzung des Kinderschutzes geben. Die oppositionelle Linke scheiterte am Freitag im Landtag mit ihrem Vorstoß, den Schutz Minderjähriger bei solchen Reisen definieren und verbindlich regeln zu lassen.

Nach Angaben von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) gibt es bereits klar benannte Personenkreise, die für Kinder verantwortlich sind, sobald sie Aktivitäten außerhalb des elterlichen Schutzraumes unternehmen. „So verhält es sich auch auf Kinder- und Jugendreisen. Hier stehen Betreuerinnen und Betreuer, oftmals ausgebildete Sozialpädagogen oder befähigte Jugendbetreuerinnen und -betreuer für das Wohl der Kinder und Jugendlichen ein“, sagte sie. Grundlage dafür seien die Handlungsleitlinien des Landesprogramms für Kinderschutz und das Jugendschutzgesetz.

Die Linken-Abgeordnete Jacqueline Bernhardt hatte zuvor beklagt, dass die Regierung nicht wisse, wie viele der 162 betroffenen Einrichtungen im Land über eigene Kinderschutzkonzepte verfügten, um sie vor Übergriffen und Gewalt zu schützen. Träger, Betreiber und Betreuer vor Ort fühlten sich allein gelassen und wünschten mehr Engagement der Landesregierung, den Kinderschutz auf Kinder- und Jugendreisen verlässlich zu gestalten, berichtete Bernhardt.

Drese wies die Kritik zurück und erinnerte an verbindliche Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz und Initiativen zur Umsetzung. „Das Bündnis und das Landesprogramm Kinderschutz, das Landesprogramm Familienhebammen, das Netzwerk Frühe Hilfen, die landesweite Kinderschutzhotline oder das Kinder- und Jugendtelefon sind zentrale Bausteine“, sagte die Ministerin. Für Ende September sei zudem die dritte Kinderschutzwoche geplant, mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Partner. Träger von Jugendreise-Einrichtungen seien dazu eingeladen.

dpa/mv

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