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Politik Spionage-Affäre in schwedischen Gewässern
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00:25 21.10.2014

Sollte sich bestätigen, dass ein russisches U-Boot in schwedischen Gewässern in Seenot geraten ist, wäre es nicht der erste Zwischenfall dieser Art: Bereits 1981 war ein U-Boot der sowjetischen Marine in schwedischen Gewässern in einem militärischen Sperrgebiet vor der Küste von Karlskrona gesunken. Schweden galt damals offiziell als neutraler Staat. Damals hatte der Vorfall international Besorgnis ausgelöst.

Nach wiederholten Berichten über angeblich sowjetische Verletzungen schwedischer Hoheitsgewässer galt das Auftauchen des mit Nuklearmaterial ausgestatteten sowjetischen U-Boots als Provokation. Auf die Protestnote der Regierung Fälldin hin behauptete die Sowjetunion, der Besatzung von U137 seien lediglich Navigationsfehler unterlaufen, was wegen der geographischen Unzugänglichkeit der fraglichen Gewässer nur wenig glaubwürdig erschien. Daran schlossen sich auch in den Jahren danach eine Reihe aufsehenerregender U-Boot-Jagden der schwedischen Marine an, Untersuchungen am Meeresboden deuteten auf Mini-U-Boot-Aktivitäten bis mitten im Stockholmer Hafen hin.

Spätere Analysen ergaben allerdings, dass ein Teil der vermeintlichen U-Boot-Geräusche ebenso gut auch von Netzen hätten stammen können. Schwedens Marine wurde mehrfach vorgeworfen, sie versuche mittels einer U-Boot-Hysterie auf die Notwendigkeit einer Aufstockung des Rüstungsetats hinzuweisen. Innenpolitisch war die U-Boot-Frage heikel. Die bürgerliche Opposition warf der sozialdemokratischen Regierung eine zu nachgiebige Haltung gegenüber der Sowjetunion vor. Die schwedische U-Boot-Affäre gilt heute als Facette des Kalten Krieges. Vollständig geklärt wurde sie nie.



OZ

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