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Übergriffe von Wölfen: Handlungsdruck auf Politiker steigt

Schwerin Übergriffe von Wölfen: Handlungsdruck auf Politiker steigt

MVs Agrarminister Till Backhaus (SPD) fordert, dass der Bund endlich definiert, wie mit Problemwölfen umgegangen werden soll.

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Agrarminister Till Backhaus.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Schwerin. Die zunehmenden Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen den Handlungsdruck auf die Politik. Der Bund müsse auf der nächsten Umweltministerkonferenz im November endlich definieren, wie mit Problemwölfen einheitlich umgegangen werden soll, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) am Mittwoch im Schweriner Landtag laut Redemanuskript. „Sonst werde ich eine Bundesratsinitiative einleiten.“ Einheitliche Rechtsgrundlagen seien nötig, um solche Wölfe zu vergrämen oder zu erlegen. Der Landtag diskutierte auf Antrag von CDU und SPD über die Entwicklung der Wolfspopulation im Land und die zunehmenden Übergriffe des Raubtiers auf Nutztiere.

Backhaus forderte vom Bund eine Erklärung, ob bei den Wölfen die Schwelle des guten Erhaltungszustandes in Deutschland bereits erreicht sei. Nach seinen Angaben leben derzeit bundesweit 48 Wolfsrudel. In Mecklenburg-Vorpommern seien es drei gefestigte Rudel, zwei weitere seien im Aufbau begriffen.

An die Schaf- und Ziegenhalter appellierte Backhaus, ihre Herden zu schützen. Meist reißen Wölfe diese Tiere. Zuletzt waren aber auch Rinder betroffen. Mehrere Rinderhalter in Mecklenburg-Vorpommern warten auf amtliche Genehmigungen, um die Raubtiere wirksam vertreiben zu können.

Im Nordosten gab es in diesem Jahr bereits 16 Wolfsattacken auf Nutztiere, zwei mehr als im Jahr 2016. Bei der Hälfte der Fälle hatten die Schaf- und Ziegenbesitzer keine Schutzmaßnahmen ergriffen, kritisierte Minister Backhaus.

dpa/mv

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