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Politik Ueckermünder Bürgermeister in Klinik eingewiesen
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00:00 24.08.2018
Ueckermünde

Die Stadtvertreter in Ueckermünde (Kreis Vorpommern-Greifswald) wollen am 27. September endgültig über eine Abberufung des seit Monaten suspendierten Bürgermeisters Gerd Walther entscheiden. „Es geht um eine ,Zur-Ruhe-Setzung aus gesundheitlichen Gründen’“, sagte Vizebürgermeister Jürgen Kliewe gestern.

Eingewiesen: Gerd Walther Quelle: Foto: C. Kettler

Zuvor war bekannt geworden, dass Walther in der Nacht zu Donnerstag in eine Klinik zwangseingewiesen wurde. Wie ein Polizeisprecher sagte, hatten Dorfbewohner in Vogelsang die Beamten gerufen, weil der Politiker unbekleidet durch den Ort östlich von Ueckermünde gelaufen sei und Gegenstände beschädigt habe. „Das ist eine menschliche Tragödie“, sagte Kliewe. Walther hatte sich nachts nach Angaben des Polizeisprechers sowohl der Polizei als auch den Anordnungen einer Notärztin widersetzt.

Der 48-Jährige hatte im März in einem Zeitungsinterview Drogenprobleme zugegeben und persönliche Probleme als Grund genannt. Die Ueckermünder Stadtvertreter hatten ihn daraufhin suspendiert und zuletzt im Juli als „nicht dienstfähig“ eingeschätzt. Walther trat auch aus der Partei „Die Linke“ aus. Er musste zudem den Führerschein abgeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Wenn die Stadtvertreter Walther in den Ruhestand versetzen, kann er rechtlich dagegen vorgehen.

W. Wagner

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