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Vogelgrippe vermutlich von Zugvögeln übertragen

Schwerin/Greifswald Vogelgrippe vermutlich von Zugvögeln übertragen

Der H5N8-Erreger ist im Sommer 2016 bei Wildvögeln in Zentralrussland, in Sibirien und der Mongolei nachgewiesen worden und von dort vermutlich nach Westen gelangt.

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Der in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger ist vermutlich von Zugvögeln aus Russland nach Mitteleuropa getragen worden.

Quelle: dpa

Schwerin/Greifswald. Der in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger ist vermutlich von Zugvögeln aus Russland nach Mitteleuropa getragen worden. Wie der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas Mettenleiter, sagte, ist das Virus im Sommer 2016 bei Wildvögeln in Zentralrussland, in Sibirien und der Mongolei nachgewiesen worden. Da der aktuell in Mitteleuropa auftretende Erreger dem im Sommer gefundenen „sehr ähnele“, könne man davon ausgehen, dass er von dort über Wildvögel nach Westen gelangt sei.

Weitere Vogelgrippe-Fälle in MV bestätigt

Bei weiteren Wildvögeln in Nordwestmecklenburg und auf Rügen hat sich der Verdacht auf Vogelgrippe bestätigt. Wie das Agrarministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte, wurde am Friedrich-Loeffler-Institut bei Greifswald der gefährlichen Virus H5N8 bei zwei Mantelmöwen aus Tarnewitz bei Boltenhagen, einer Silbermöwe aus Hohen Viecheln und einem Höckerschwan in Wismar (alles Nordwestmecklenburg) nachgewiesen. In Ummanz auf Rügen war ein Mäusebussard mit H5N8 infiziert.

Bei einer Reiherente und einer Tafelente aus Alt Schwerin am Plauer See (Mecklenburgische Seenplatte) war die hochansteckende Form der Vogelgrippe bereits am Montag bestätigt worden. Um die Fundstellen wurden Sperr- und Beobachtungsbezirke im Umkreis von drei beziehungsweise zehn Kilometern festgelegt. Der Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes der Mecklenburgischemn Seenplatte, Guntram Wagner, erinnerte die Geflügelhalter daran, die notwendigen Hygienemaßnahmen eizuhalten - vom Desinfizieren des Schuhwerks bis hin zur Abschottung der Tiere von allen Wildvögeln.

Vogelgrippe in Massentierhaltung in Grumby

Nach Untersuchungen auf dem Geflügelpest-Hof bei Schleswig werten Experten des Friedrich-Loeffler Instituts ihre Erkenntnisse aus. Dabei stehe die Frage, wie das hoch aggressive Virus H5N8 in den abgeschotteten Betrieb mit 30 000 inzwischen getötenen Hühnern eindringen konnte, im Mittelpunkt, sagte FLI-Sprecherin Elke Reinking am Dienstag auf der Ostseeinsel Riems (Mecklenburg-Vorpommern). Es werde voraussichtlich mindestens ein paar Tage dauern, bis der Bericht dem Land Schleswig-Holstein als Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden könne.

dpa

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