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Weihnachtsmärkte in MV und Rügenbrücke waren Anschlagsziele

Terror-Verdacht gegen Syrer Weihnachtsmärkte in MV und Rügenbrücke waren Anschlagsziele

Sicherheitsbehörden sind sich sicher, dass der in Schwerin festgenommene Verdächtige auf möglichst viele Tote hoffte. Der entscheidende Tipp kam aus dem Ausland.

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Bei einem Anti-Terror-Einsatz ist am Dienstag ein 19-jähriger Syrer in Schwerin festgenommen worden.

Quelle: Stefan Tretropp

Berlin. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) hatte es der in Schwerin festgenommene Terrorverdächtige auf die Weihnachtsmärkte in Schwerin und Rostock abgesehen. Auch die Brücke auf die Insel Rügen soll ein mögliches Anschlagziel gewesen sein. Das erfuhr das RND aus zwei unterschiedlichen Quellen aus Sicherheitskreisen.

 

Angesichts anhaltender islamistischen Terrorgefahr fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Wochenmärkte, Weihnachtsmärkte und Verkehrsknotenpunkte intensiver durch Streifenpolizisten absichern zu lassen. Sicherheitsbehörden sind sich sicher, dass der verdächtige Syrer auf möglichst viele Tote hoffte.

Olaf Knöpken, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Mecklenburg-Vorpommern, sieht einen Strategiewechsel in der islamistischen Terrorszene. „Wir beobachten einen Wandel. Die Terroristen konzentrieren sich weniger auf Großstädte und dafür mehr auf die Provinz. Dort rücken weiche Ziele zunehmend in den Fokus“, sagte Knöpken dem RND.

Besserer Austausch zwischen Nachrichtendiensten gefordert

Am vergangenen Dienstag hatte die Bundesanwaltschaft einen Syrer in Schwerin wegen der konkreten Planung eines islamistisch motivierten Bombenanschlags verhaften lassen. Einen Tag später erließ ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof Haftbefehl. Der entscheidende Hinweis kam von einem ausländischen Geheimdienst.

Die Gewerkschaft GdP forderte einen intensiveren Austausch zwischen internationalen Nachrichtendiensten. „Nur im engen Zusammenspiel der Geheimdienste können wir Terrorpläne frühzeitig aufdecken. Der Schengen-Raum darf nicht nur für Freiheiten stehen, er muss auch den grenzüberschreitenden Austausch sicherheitsrelevanter Informationen beinhalten“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow den Zeitungen des RND.

Jörg Köpke / RND

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