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Werftarbeiter können länger in Transfergesellschaft bleiben

Schwerin/Stralsund Werftarbeiter können länger in Transfergesellschaft bleiben

Den früheren Mitarbeitern der insolventen Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast bleibt der zum 1. Mai drohende Gang in die Arbeitslosigkeit zunächst für ein halbes Jahr erspart.

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Die Transfergesellschaft verlängert um sechs Monate. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Schwerin. Den früheren Mitarbeitern der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast bleibt der zum 1. Mai drohende Gang in die Arbeitslosigkeit erspart. Sie können für ein halbes Jahr zusätzlich in der Transfergesellschaft bleiben. Der Finanzausschuss des Schweriner Landtags habe der Bereitstellung der dafür erforderlichen Mittel zugestimmt. „Damit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Stück mehr Sicherheit für ihre Zukunft“, erklärte Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag und begrüßte die Entscheidung des Parlamentsausschusses. Für die 1200 Werftarbeiter im Wartestand stünden nun 5,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung, für die Auszubildenden eine weitere Million. Das Geld stamme aus den Zinsersparnissen des Landes, hieß es.

Auch die IG Metall Küste begrüßte die Entscheidung. „Damit bleibt den Beschäftigten mehr Zeit, sich weiter zu qualifizieren und einen neuen Arbeitsplatz in der Region oder bei einem möglichen neuen Betreiber zu finden“, sagte Gewerkschaftsfunktionär Guido Fröschke. Seinen Angaben zufolge werden die 81 Auszubildenden am Standort Stralsund ihre Lehre trotz Werften-Insolvenz abschließen können. Sie wechseln in die Stralsunder Schiffbaugesellschaft, an die auch Werftmitarbeiter ausgeliehen wurden, um zwei Fähren fertigzustellen.

Das Land hatte nach der Insolvenz der P+S-Werften für die Transfergesellschaft Küste Mecklenburg und Vorpommern (TGKMuV) im Herbst 2012 rund 25 Millionen Euro bereitgestellt. In der Gesellschaft kam die große Mehrzahl der Schiffbauer unter.

Laut Schwesig ist die Landesregierung weiterhin in intensiven Verhandlungen um einen neuen Investor für die Werft in Stralsund. „Tausende Menschen sind von der Werft in der Hansestadt abhängig“, erklärte sie. Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann hatte sich zuletzt aber skeptisch zu den Verkaufsaussichten der Stralsunder Werft geäußert. Wolgast war von der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen worden. Lürssen übernimmt zum 1. Mai die Werft an der Peene mit rund 360 Mitarbeitern.

dpa

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Schwerin

Die Beschäftigten der insolventen P+S-Werften in Wolgast und Stralsund können weiter in der Transfergesellschaft bleiben. Der Finanzausschuss des Schweriner Landtags stimmte gestern der Verlängerung um ein halbes Jahr zu.

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