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Wissenschaftler begleiten erste Kamera-Überwachung von Platz

Schwerin Wissenschaftler begleiten erste Kamera-Überwachung von Platz

Bevor die acht Kameras auf dem Marienplatz in Schwerin eingeschaltet werden, sollen die Passanten an diesem Mittwoch und Samstag zu ihrem Sicherheitsempfinden befragt werden.

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Eine Straßenbahn fährt über den Marienplatz im Stadtzentrum von Schwerin.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Schwerin. Die erste Kamera-Überwachung eines öffentlichen Platzes in Mecklenburg-Vorpommern soll wissenschaftlich begleitet werden. Bevor die acht Kameras auf dem Marienplatz in Schwerin eingeschaltet werden, sollen die Passanten an diesem Mittwoch und Samstag zu ihrem Sicherheitsempfinden befragt werden, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Auch Gewerbetreibende und Taxifahrer sollen nach ihren Einschätzungen gefragt werden. Nach dem Pilotprojekt, das ein halbes Jahr dauern soll, werde erneut eine Befragung stattfinden.

Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) erklärte: „Es geht dabei zum einen um Befürchtungen und zum anderen darum, ob die Befragten selbst schon Zeugen oder Opfer konkreter Straftaten auf dem Platz geworden sind.“ Die Interviews würden von Auszubildenden der Schweriner Stadtverwaltung geführt und dauerten etwa zehn Minuten. Ausgewertet würden sie von Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow im Rahmen von Bachelor-Arbeiten.

Parallel zum Marienplatz sollen die Befragungen am ebenfalls sehr belebten Dreescher Markt im Plattenbaugebiet Großer Dreesch stattfinden, für den keine Kameraüberwachung geplant ist. Die Kameraüberwachung des Marienplatzes war von einem Jahr von der Schweriner Stadtvertretung beschlossen worden. Dem waren wiederholte Schlägereien, vor allem unter jungen Migranten, vorausgegangen. Daraufhin war zunächst die Polizeipräsenz stark erhöht worden.

dpa/mv

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