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Polizei als Wahlhelfer: Beamte brachten Verletzte ins Lokal

Ludwigslust/ Polizei als Wahlhelfer: Beamte brachten Verletzte ins Lokal

Schwerin. Eskortiert von Polizei und Krankenwagen übte am Sonntag eine Frau aus Ludwigslust ihr Wahlrecht aus.

Ludwigslust/. Schwerin. Eskortiert von Polizei und Krankenwagen übte am Sonntag eine Frau aus Ludwigslust ihr Wahlrecht aus. Die Frau war auf dem Weg zum Wahllokal gestürzt und hatte sich dabei an der Hand verletzt. Polizisten und Sanitäter kümmerten sich um die am Boden Liegende. Aber vom ihrem eigentlich Ansinnen ließ die Verletzte nicht locker. „Inständig“

habe sie darum gebeten, ihr Wahlrecht ausüben zu können, heißt es in der Polizeipressemitteilung. Kurzerhand luden die Helfer die Frau in den Rettungswagen ein und fuhren mit ihr zum Wahllokal. Und nach dem Kreuzchen machen ins Krankenhaus zur Behandlung.

Platzverweis vor Wahllokal : Zu einem nicht so friedlichen Einsatz wurde die Polizei am Wahltag in Neubrandenburg gerufen: Vor einem Wahllokal stritt eine Gruppe von Personen mit den Wahlhelfern über die Rechtmäßigkeit der Bundestagswahl, berichtet der „Nordkurier“. Die Debatte geriet offenbar aus dem Ruder. Die Polizei wurde alarmiert, und sprach schließlich Platzverweise gegen die Störer aus. Der Wahlablauf wurde nicht beeinträchtigt.

Späte Ergebnisse: Wer die exakten Ergebnisse wissen wollte, musste lange warten. Laut Landeswahlleitung stand erst um 1 Uhr morgens endgültig fest, welche Direktkandidaten die sechs Wahlkreise gewonnen haben. Ein klarer Trend hatte sich allerdings schon lange vorher abgezeichnet. Welche Politiker aus MV über die Landesliste in den Bundestag ziehen, war sogar erst um 6.45 Uhr klar. Wegen des komplizierten Systems mit Überhang- und Ausgleichsmandaten musste anscheinend lange hin- und hergerechnet werden. Im Ergebnis hat MV nun drei Mandate mehr, als ihm eigentlich zustehen. Die endgültige Berechnung legt der Bundeswahlleiter erst heute vor, heißt es in Schwerin. Sitzverschiebungen seien aber unwahrscheinlich.

Tierschutzpartei vor NPD: Auch kleine Parteien mussten Federn lassen: Zum Beispiel die NPD, die 10418 Zweitstimmen bzw. 1,1 Prozent bekam (2013: 23735 Stimmen) und sogar von der Tierschutzpartei (12464 Stimmen) überholt wurde. Nummer drei der Kleinen ist die „Die Partei“. Für die Politik-Satiriker machten landesweit 9325 Wähler ihr Kreuz, das entspricht einem Anteil von 1,0 Prozent. Am wenigsten Stimmen bekam Georg Tschammer-Osten. Der Vaterrechtsaktivist trat im „Merkel-Wahlkreis“ als Direktkandidat an und erhielt 148 Stimmen. Auf Landesebene sind das nach Rundung exakt 0,0 Prozent.

gkw

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