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Polizei warnt vor Betrug am Smartphone

Schwerin Polizei warnt vor Betrug am Smartphone

Statistik: Mehr Straftaten in MV / Minister Caffier vermutet hohe Dunkelziffer bei Computer-Kriminalität

Schwerin. Vorsicht am Handy! Vor einer neuen Betrugsmasche warnt Ingolf Mager, Direktor des Landeskriminalamtes (LKA). Ganoven hätten derzeit verstärkt Smartphones im Visier, um deren Besitzer über den Tisch zu ziehen. Da viele Nutzer auf ihrem digitalen Liebling persönliche Daten speichern, aber im Gegensatz zu Laptop oder Computer wenig auf Sicherheit achten, komme es gehäuft zu Betrugsfällen. Beispiel: Ein per E-Mail gesandter Anhang von einem unbekannten Absender könnte sehr teuer werden, wenn man ihn anklickt. Mager rät: Nicht öffnen!

Der Bereich „Cyber Crime“ sei landesweit eines der Problemkinder, erklärte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2015. Hier liege die Dunkelziffer der Straftaten vermutlich um ein Vielfaches höher, als die Polizei es weiß. Landesweit kletterte die Zahl der angezeigten Straftaten gegenüber dem Vorjahr nach oben — Gesamtzahl: 117261 (2014:

116609). „Damit gibt es seit 2004 erstmals wieder einen leichten Anstieg der Zahlen“, so Caffier. Die Aufklärungsquote sei auf 61,4 Prozent gestiegen. Bundesweit liege sie bei rund 55 Prozent.

Mehr Vergehen insgesamt gebe es aufgrund der Flüchtlingswelle, bei sogenannten „ausländerspezifischen Straftaten“. Insgesamt 4795 Fälle. Denn schon illegale Einreise oder falsche Papiere seien als Straftat zu werten.

Einen leichten Rückgang gegenüber 2014 gab es in anderen Bereichen. Dies gelte auch für die Zahl der Tatverdächtigen in allen Altersstufen, so Caffier. So sank die Zahl der Diebstähle um mehr als 1000 auf 41188, die der Vermögensdelikte um 1400 auf 20077 und die der Gewalttaten um 600 auf 14729. Den Rückgang begründet LKA-Chef Mager mit dem „demografischen Wandel“ und veränderten sozialen Bedingungen. Jugendkriminalität wie vor 15 Jahren gebe es deutlich weniger.

Straftaten gegen das Leben habe es 50 gegeben (2014: 59) — darunter acht Morde und fünf Mordversuche. 96 Prozent der Fälle habe die Polizei aufgeklärt. Sexualstraftaten registrierte die Polizei im Vorjahr 906 Mal — minus 173.

Aktuell sind viele Bewohner des Landes wegen diverser Einbrüche in Wohnungen und Häuser in Sorge. 2015 gab es 1521 Fälle. Vor allem der Westen des Landes sei betroffen. Viele Zeichen deuteten auf „organisierte Formen des Einbruchs“ hin, so Mager. Auffällig: Die Täter kämen oft aus MV. Nachholbedarf gebe es bei Sicherheitssystemen an Wohneigentum. Indiz: Während bundesweit 40 Prozent der Einbrüche misslangen, seien es in MV nur 30 Prozent. Mager rät, „die Vorsorge zu erhöhen“.

Von fp

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