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MV aktuell „Power for Kids“: Neue Anklage wegen Kindesmissbrauchs
Nachrichten MV aktuell „Power for Kids“: Neue Anklage wegen Kindesmissbrauchs
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00:01 17.08.2016
Aus vorübergehend ist ganz geworden: Der Jugendtreff „Power for Kids“ wurde mittlerweile geschlossen. Quelle: Jens Büttner/dpa

Neue Missbauchs-Anklage: Peter B., der bereits verurteilte ehemalige Chef des Schweriner Jugendclubs „Power for Kids“, muss wieder vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft hat den 42-Jährigen gestern erneut angeklagt. Grund: Mehrere Kinder haben ihren Eltern von weiteren Übergriffen durch den Mann berichtet. Insgesamt wirft ihm die Staatsanwalt diesmal 30-fachen, überwiegend schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor. In sechs Fällen sind die zehn bis 13 Jahre alten Jungen vergewaltigt worden.

B. verbüßt zurzeit eine sechseinhalbjährige Haftstrafe. Bis zur Aufdeckung seiner Taten im August 2015 ist er als engagierter Mitarbeiter des vielbesuchten Treffpunkts im Schweriner Plattenbaugebiet Großer Dreesch geschätzt worden. Dort hat er als Leiter der Tanzgruppe und Vertrauensperson gearbeitet. Im Februar ist er wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Damals ging es um 42 Fälle von teilweise schwerem sexuellen Missbrauch. Während des Prozesses und nach der Verurteilung hätten sich laut Staatsanwaltschaft immer mehr Jungen getraut, von weiteren Übergriffen durch B. zu berichten. Zuvor hätten sie aus Angst geschwiegen. Es handelte sich um neue Opfer und weitere Taten an bereits bekannten Kindern. Ereignet hätten sich die Übergriffe zwischen 2010 und August 2015.

Dem Täter droht eine längere Haft. Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und die Vergewaltigung kann mit Freiheitsstrafen von zwei bis 15 Jahren geahndet werden.

Der Missbrauchsskandal um den Schweriner Verein hatte im vergangenen Jahr das Land erschüttert. Acht Monate bevor Eltern den Skandal aufdeckten, sind beim Jugendamt Hinweise eingegangen. Die Behörde ist denen nur halbherzig nachgegangen. Mittlerweile ist der Jugendtreff geschlossen. Ein Untersuchungsausschuss hatte versucht, herauszufinden, warum die sexuellen Übergriffe so lange unentdeckt geblieben sind. Im Abschlussbericht hieß es, dass von Verwaltungsmitarbeitern und dem Jugendausschussvorsitzenden Fehler gemacht worden seien.

ks

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