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MV aktuell Protest mit Frühstück: Bauern fordern bessere Erzeugerpreise
Nachrichten MV aktuell Protest mit Frühstück: Bauern fordern bessere Erzeugerpreise
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00:00 24.03.2016

. Protest mit Frühstück: Auf Plätzen in Stralsund und Schwerin haben Bauern Passanten vor Augen geführt, was von dem Geld für ein Frühstück beim Erzeuger ankommt. Im Durchschnitt erreiche nur etwa ein Viertel des Lebensmittelpreises den Landwirt, machte der Bauernverband auf Flyern deutlich. „Wir wollen nicht jammern, sondern den Menschen erklären, was von dem Geld, das sie bezahlen, für uns Bauern übrig bleibt“, sagte Bauernpräsident Rainer Tietböhl gestern am Infostand in Schwerin. Das seien sechs Cent für ein Glas Milch, 13 Cent für das Getreide für ein Kilo Brot und sechs Cent für ein durchschnittliches Ei.

Die Politik müsste nach Ansicht des Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg, Jörg Haase, regeln, dass der Handel so viel an den Landwirt weiterreicht, dass dieser damit leben könne.

„Stattdessen werden wir Bauern als Subventionsempfänger und Bittsteller der Nation dargestellt“, sagte Haase. Sie würden lieber ohne Subventionen wirtschaften und ehrliche Preise für ihre Produkte erzielen, erklärte er. Als Ursache für die niedrigen Preise sehen die Landwirte das Überangebot, vor allem bei Milch. Es sei durch den Russland-Boykott, die Kriege in Nordafrika und die schwächere Nachfrage in China entstanden, aber auch durch die Überproduktion und den Verdrängungswettbewerb in Europa. Aus Irland und Belgien komme bereits Milch für 15 Cent pro Liter, sagte Haase.

In den vergangenen Jahren hätten viele Landwirte investiert — animiert durch Programme wie das für mehr Tierwohl — und sich dafür hoch verschuldet. Das falle ihnen jetzt auf die Füße. Birgit Sander

OZ

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