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MV aktuell Prozess gegen KZ-Sanitäter: Kritik an Anwalt Diestel
Nachrichten MV aktuell Prozess gegen KZ-Sanitäter: Kritik an Anwalt Diestel
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00:10 02.03.2016

. Einen Tag nach dem verschobenen Prozess gegen einen ehemaligen KZ-Sanitäter in Neubrandenburg haben das Internationale Auschwitz-Komitee und mehrere Prozessbeteiligte dessen Verteidiger Peter-Michael Diestel in scharfer Form kritisiert. Wenn Diestel das Gerichtsverfahren mit einem Todesurteil für seinen Mandanten gleichsetze, gegen das es kein Rechtsmittel gebe, sei dies „eine zynisch kalkulierte und geschmacklose Äußerung“, erklärt Christoph Heubner vom Auschwitz-Komitee. Heubner hatte das Verfahren, das wegen Krankheit des Angeklagten auf den 14. März verschoben wurde, beobachtet.

Dem 95-jährigen Ex-SS-Mann wird Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen im Konzentrationslager Auschwitz vorgeworfen. Diestel hatte am Rande des Verfahrens erklärt, der Prozess sei „verheerend“ für den Gesundheitszustand seines Mandanten. Das Verfahren sei mit einer Todesstrafe gleichzusetzen, gegen die es kein Rechtsmittel gebe.

Diestels Erklärung verletze Opfer und Überlebende von Auschwitz in ihrem Anspruch auf Respekt und Empathie, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Nebenkläger Cornelius Nestler und Thomas Walter erklärten, „die Entgleisung Diestels“ könne nur mit Abscheu zur Kenntnis genommen werden.



OZ

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