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MV aktuell Pseudowut: Tödliches Hundevirus breitet sich aus
Nachrichten MV aktuell Pseudowut: Tödliches Hundevirus breitet sich aus
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00:05 18.02.2017

Die Pseudowut ist wieder da: Die für Hunde tödliche Tierseuche breitet sich offenbar in Deutschland aus. In Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen sowie Bayern hat es jüngst Fälle gegeben. Das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK), wie die Pseudowut in der Fachsprache heißt, infiziert vor allem Wildschweine – ist aber für Haustiere lebensgefährlich.

Für Mecklenburg- Vorpommern gibt das Umweltministerium bislang Entwarnung: Bis dato sei kein aktueller Fall bekannt, sagt eine Sprecherin. Zuletzt sei hierzulande 2015 ein Hund an den Folgen der Pseudowut gestorben. Der Vierbeiner hatte sich bei einem Wildschwein angesteckt. Ob das ein Einzelfall ist, sei schwer zu sagen, denn die Pseudowut sei bei Haustieren nicht anzeigepflichtig. Die letzte landesweite Monitoringaktion 2007 hatte ergeben, das jedes zehnte Schwarzwild das AK-Virus in sich trägt. Für Menschen ist die Pseudowut ungefährlich. Hund und Katze aber sterben meist daran, sagt Tina Hölscher, Tierärztin beim Verein Aktion Tier. Die Symptome treten bei Tieren häufig eine Woche nach der Infektion auf und sind tollwutähnlich. Erste Anzeichen seien Speicheln, Rastlosigkeit oder auch Apathie. Durchfall und Erbrechen sowie Fieber könnten hinzukommen. Besonders auffällig sei plötzlich auftretender massiver Juckreiz.

Eine Therapie oder Impfung gebe es nicht. „Umso wichtiger ist es, sein Tier vor diesem gefährlichen Virus zu schützen“, so Hölscher. Tierhalter sollten ihren Liebling keinesfalls mit rohem Wildschweinfleisch oder Innereien füttern. Hölscher rät, Fleisch vorher auf 80 Grad Celsius zu erhitzen oder sechs Wochen lang bei minus 18 Grad Celsius tiefzukühlen, um das AK-Virus abzutöten.

ab

OZ

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