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MV aktuell Quäler-Prozess: Neue Vorwürfe gegen Angeklagte
Nachrichten MV aktuell Quäler-Prozess: Neue Vorwürfe gegen Angeklagte
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00:00 02.04.2014
Neubrandenburg

Die Quälerei eines Mannes in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) war anscheinend noch brutaler als gedacht. Das Landgericht Neubrandenburg hat gestern die Anklage um mehrere gewalttätige Angriffe erweitert. Die sollen zwei der drei Angeklagten 2013 begangen haben. „Damit wird es frühestens im Mai ein Urteil geben“, sagte Richter Carl Christian Deutsch. Ursprünglich sollte das Verfahren wegen Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung gegen das sogenannte Horrortrio morgen zu Ende gehen. Den mutmaßlichen Tätern (20, 31, 40) drohen mehrjährige Haftstrafen, sie schweigen vor Gericht.

Die arbeitslosen Angeklagten sollen Ende September 2013 einen 45 Jahre alten Bekannten aus dem Trinkermilieu über drei Tage hinweg geschlagen, getreten und auf schlimmste Weise gequält und erniedrigt haben. Das Opfer lag mit mehreren Rippenbrüchen, Brandverletzungen am Bauch und an den Beinen sowie gebrochenen Fingern mehrere Tage auf der Intensivstation, wie der medizinische Gutachter Klaus-Peter Philipp erklärte. Das Opfer ist der Einschätzung zufolge dauerhaft traumatisiert.

Die Misshandlung hätte nach Angaben der Polizei auch tödlich enden können. Die mutmaßlichen Täter hatten ihrem Opfer vorgeworfen, ein 13-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Dafür gibt es laut Polizei aber keine Hinweise.

Laut Anklage stellte das Trio — Haupttäter soll der 40-Jährige aus der Hooliganszene sein — Handyfotos des Opfers mit einem erpressten Geständnis bei Facebook ins Internet. Eine Frau aus Sachsen sah die Bilder und informierte die Polizei.



OZ

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