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MV aktuell Quallen, Algen, Müll: Das nervt Ostsee-Urlauber
Nachrichten MV aktuell Quallen, Algen, Müll: Das nervt Ostsee-Urlauber
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03:55 27.08.2013
Müll am Strand stört die Urlauber. Sie sollten selbst zur Sauberkeit beitragen, fordert hingegen der Bäderverband.

Rostock — Klares Wasser, weiße Strände, blauer Sommerhimmel — Urlaub kann so schön sein. Doch mancher Tourist kann die Ferienstimmung an der Ostsee dennoch nicht genießen: In den Fluten tauchen Feuerquallen. Der Strandnachbar trägt zu viel Stoff. Am Ufer müffelt angespültes Seegras. In der Beschwerdeliste finden sich aber auch vermeintliche Mängel, die vor allem Einheimischen ein ungläubiges Schmunzeln entlocken.

Tentakel-Attacke: Feuerquallen haben am Wochenende Urlaubern den Badespaß in Warnemünde vermiest. Auch in Dierhagen (Kreis Rostock) hinterließen die Nesseltiere schmerzhafte Verbrennungen auf gebräunter Urlauber-Haut. „Einmal im Jahr gibt es bei uns Feuerquallen. Wir warnen dann davor“, sagt Kurdirektor Stephan Fellmann. Die Rettungsschwimmer seien vorbereitet und hielten lindernden Rasierschaum bereit.

Algenplage: Von Wismar (Kreis Nordwestmecklenburg) bis vor die Küste Usedoms: Blaualgen-Alarm hat in diesem Sommer viele Badende verunsichert. Doch auch harmloses Seegras am Ufer stinkt ihnen. „Auf Rügen hat es vermehrt Seetang gegeben. Alles in allem sind wir in diesem Jahr aber gut weggekommen“, sagt Tobias Woitendorf vom Landestourismusverband. Der Bäderverband MV wirbt um Verständnis. „Man kann den Strand nicht klinisch rein halten. Wer Natur will, muss damit umgehen“, beschwichtigt Geschäftsführerin Marianne Düsterhöft. Die Verantwortlichen der Kurorte seien bei großer Belastung schnell zur Stelle, um Strände zu beräumen.

Textil kontra FKK: Auch der Strandnachbar bietet oft Anlass zur Beschwerde. „Das ist der Kampf zwischen Textil- und Nacktbadern“, erklärt Fellmann. Weil sich Verfechter von Bikini und Co.

auch gern im FKK-Bereich niederließen, erregten sie den Unmut der hüllenlosen Bader. „Die FKKler fühlen sich gestört. Nächstes Jahr wollen wir mit besseren Ausschilderungen vorbeugen“, verspricht er.

Zuviel regulieren wolle man aber nicht. „Mit Rücksicht und Toleranz lösen wir jedes Problem.“

Müllkippe Strand: Zigarettenstummel, Hundehaufen, Plastikmüll — die Sauberkeit ist oft Anstoß für Ärger. In den Kurverwaltungen sei man um Abhilfe bemüht: „Unsere Strandreinigung fängt um 5 Uhr schon an“, betont Fellmann. Düsterhoff fordert mehr Initiative von den Strandgästen: Es würde helfen, wenn sie ihren Müll mitnehmen und entsorgten.

Kuriose Kritik: Die Muscheln pieksen, der Sand ist zu heiß. Manch kuriose Beschwerde lässt Touristiker stutzen. Es hätten schon Gäste beklagt, dass das Meer zu laut rausche, berichtet Düsterhöft. Anderen war es an der Küste hingegen viel zu ruhig. Ohne Radio hätten sie nicht schlafen können, erzählt Evelyn Zecher vom Tourismuszentrum Mecklenburgische Ostseeküste. Die Touristiker nehmen‘s mit Humor. Sie raten auch den Urlaubern, bei kleinen Ärgernissen gelassen zu bleiben. Die schönste Zeit im Jahr sollten sich Ostsee-Gäste nicht verderben lassen.

Antje Bernstein

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