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„Raps-Papst“ Norbert Makowski gestorben

Rostock „Raps-Papst“ Norbert Makowski gestorben

Der Rostocker Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Makowski ist tot. Wie die Landesforschungsanstalt in Gülzow (Landkreis Rostock) gestern mitteilte, starb der 83-Jährige bereits am 18.

Rostock. Der Rostocker Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Makowski ist tot. Wie die Landesforschungsanstalt in Gülzow (Landkreis Rostock) gestern mitteilte, starb der 83-Jährige bereits am 18. August. Für seine Verdienste um die Rapsforschung war der gebürtige Berliner erst im September 2015 auf der Agrarmesse Mela in Mühlengeez mit dem Landes-Pflanzenzuchtpreis geehrt worden. Bis zu seiner Emeritierung 1997 leitete Makowski die Forschungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe der Landesforschungsanstalt in Rostock-Biestow.

 

OZ-Bild

Prof. Norbert Makowski

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Makowski hatte wesentlichen Anteil an der Einführung des Rapsanbaus in Weißrussland und in Gebirgslagen der ehemaligen Tschechoslowakei. Als Koordinator der DDR-Rapsforschung arbeite er an Projekten in der Ukraine und im Baltikum, nach 1990 auch in Österreich und Rumänien. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn betreute Makowski rund 50 Doktoranden, darunter Landes-Agrarminister Till Backhaus (SPD).

„Bis zuletzt war Professor Makowski wissenschaftlich aktiv“, sagt Landesforschungs-Chef, Kai-Uwe Katroschan. Weggefährten schätzten ihn als „humorvollen und kommunikativen Menschen, als Kümmerer und Strippenzieher im besten Sinne des Wortes“.

In seinem letzten Interview für die OSTSEE-ZEITUNG im April 2016 sprach Makowski über die Bemühungen zur Reinigung verstrahlter Böden in der Tschernobyl-Zone, an denen er nach 1990 beteiligt war. Das Geschehen habe ihn so betroffen gemacht, dass er sich danach vehement gegen Atomkraftwerke aussprach.

Elke Ehlers

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