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Razzia gegen „Weisse Wölfe“ in Wismar

Schwerin Razzia gegen „Weisse Wölfe“ in Wismar

/Wismar. Schlag gegen die rechte Szene: Bei bundesweiten Razzien gegen den rechtsextremistischen Verein „Weisse Wölfe Terrorcrew“ haben Beamte des Landeskriminalamts ...

Schwerin. /Wismar. Schlag gegen die rechte Szene: Bei bundesweiten Razzien gegen den rechtsextremistischen Verein „Weisse Wölfe Terrorcrew“ haben Beamte des Landeskriminalamts gestern die Wohnung eines Mannes in Wismar durchsucht. Landes-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zufolge handelt es sich um ein führendes Mitglied der Gruppierung. Ziel der Durchsuchung sei die Beschlagnahme des Vereinsvermögens gewesen, um eine weitere Vereinstätigkeit zu unterbinden.

 

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Thomas de Maizière (CDU)

Quelle: Kappeler/dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die Gruppe gestern verboten und Durchsuchungsaktionen in zehn Bundesländern veranlasst — und zwar in Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Betroffen waren insgesamt 15 Objekte und 16 Personen. Bei den Razzien seien auch Waffen gefunden worden, teilte de Maizière mit. Sichergestellt wurden demnach unter anderem Wurfsterne, eine Armbrust und Kleinkaliberwaffen.

Caffier begrüßte das Verbot der „Weisse Wölfe Terrorcrew“ ausdrücklich. Die Erkenntnisse über diese rechtsextremistische Organisation hätten ein Gesamtbild ergeben, das ein Vereinsverbot erfordert habe. Die Gruppe habe den Nationalsozialismus verherrlicht, sich antisemitisch und rassistisch geäußert und verfassungswidrig gehandelt. Das Verbot stehe „für null Toleranz gegenüber den Feinden der Demokratie“, sagte Caffier. „Die Demokratie muss wehrhaft sein und allen Angriffen gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung entschieden entgegentreten“, betonte er. Demokraten seien verpflichtet, „die Instrumente zwar mit Augenmaß, aber auch entschlossen zu gebrauchen“.

De Maizière betonte, der harte Kern der Gruppe umfasse 25 Personen. Wie groß das weitere Umfeld ist, blieb offen. Der Rädelsführer stamme aus Hamburg. Zu möglichen Festnahmen äußerte er sich zunächst nicht. De Maizière erklärte, es handele sich um eine Vereinigung von Neonazis, die offen und aggressiv gegen den Staat, politisch Andersdenkende, Migranten und Polizisten hetze und gewalttätige Auseinandersetzungen auf die Straße trage. Das könne der Staat nicht dulden.

OZ

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