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Renten-Angleichung: Haseloff kontra Sellering

Schwerin/Magdeburg Renten-Angleichung: Haseloff kontra Sellering

. Im Gegensatz zu seinem Magdeburger Amtskollegen Reiner Haseloff (CDU) steht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zur geplanten Angleichung der Ost- und West-Renten.

Schwerin/Magdeburg. . Im Gegensatz zu seinem Magdeburger Amtskollegen Reiner Haseloff (CDU) steht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zur geplanten Angleichung der Ost- und West-Renten. „Die ostdeutschen Länder kämpfen seit vielen Jahren gemeinsam für die Rentenangleichung. Mit dem Vorschlag von Bundesministerin Nahles ist dieses Ziel jetzt erstmals in Sicht“, betonte Sellering gestern in Schwerin. Alle Rentner in den ostdeutschen Bundesländern würden mit der Reform bessergestellt und höhere Renten erhalten, auch ältere Arbeitnehmer würden profitieren.

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. Im Gegensatz zu seinem Magdeburger Amtskollegen Reiner Haseloff (CDU) steht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zur geplanten Angleichung der Ost- und West-Renten.

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Doch räumte Sellering ein, dass die Argumente Haseloffs zu Nachteilen für die jüngere Generation „teilweise“ nachvollziehbar seien. „Für mich resultiert daraus aber vor allem, dass wir auch die Angleichung der Löhne einfordern müssen“, sagte Sellering.

Er reagierte damit auf einen Gastbeitrag Haseloffs für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Darin schrieb Haseloff, der von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Gesetzesentwurf schaffe keine Gerechtigkeit. Zwar würden die heutigen Rentner im Osten dann mehr Geld erhalten. Die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehenden Menschen im Osten würden aber benachteiligt. „Dies würde für weite Teile der Berufstätigen eine spürbare Kürzung der zu erwartenden Rente bedeuten“, schrieb Haseloff.

Hintergrund ist, dass derzeit im Osten weiterhin weniger Geld für einen sogenannten Rentenpunkt ausgezahlt wird als im Westen. Zugleich erwerben Arbeitnehmer im Osten derzeit aber bei gleichem Gehalt auch mehr Rentenpunkte pro Jahr als ein Arbeitnehmer im Westen. Mit diesem Verfahren soll das Ost-Niveau angehoben werden. Bei der von Nahles vorgeschlagenen Reform würden beide Faktoren ab 2020 wegfallen. Das wäre positiv für Bestandsrentner im Osten, nachteilig aber für künftige Rentner in Ostdeutschland.

Haseloff schlug ein schrittweises Auslaufen der höheren Rentenpunktvergabe im Osten vor. Damit soll berücksichtigt werden, dass die durchschnittlichen Löhne im Osten weiterhin geringer sind.

OZ

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