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Rentner in MV bundesweit am unglücklichsten

Schwerin Rentner in MV bundesweit am unglücklichsten

Studie untersucht Altersvorsorge bei Senioren

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Karen Stramm, Die Linke

Quelle: Die Linke

Schwerin. Schockierend: Die Ruheständler in Mecklenburg-Vorpommern sind bundesweit die unglücklichsten. Dies ist ein Ergebnis des repräsentativen Deutschland-Reports 2016 des Versicherungsunternehmens Axa-Konzern AG, für den 3324 Erwerbstätige und Menschen im Ruhestand in allen 16 Bundesländern befragt wurden. Demnach sind unter den Einwohnern von MV die Ängste in Sachen Altersvorsorge im Vergleich zum Vorjahr bundesweit am stärksten angewachsen. Die höchsten „Frust-Werte“ gibt es im Nordosten ebenso beim Vertrauen in die Politik, bei der Altersvorsorge, bei der Bewertung der Lebensqualität, der Angst vor Altersarmut oder bei der Vorsorge für den Pflegefall.

„Die Ängste der Senioren in MV sind begründet“, sagt Bernd Rosenheinrich, Vorsitzender des Landesseniorenbeirats. Die Ängste würden nicht von ungefähr entstehen. „Im Land gibt es bundesweit die absolut niedrigsten Löhne, und damit die niedrigsten Renten“, erklärt Rosenheinrich. Viele der heute Erwerbstätigen würden später Grundsicherung beantragen müssen, um ihren Lebensunterhalt sicherstellen zu können.

Der Studie zufolge sagen 36 Prozent der Ruheständler in MV, dass sie „überhaupt nicht“ oder „eher nicht glücklich“ sind (Bundesdurchschnitt 25 Prozent). In keinem anderen Bundesland erklären so viele Senioren (32 Prozent), dass sie die Sorge haben, im Ruhestand zu verarmen (Bund: 27 Prozent).

Die Altersarmut nimmt in MV zu, konstatiert die Linksfraktion im Schweriner Landtag. Diese Entwicklung spiegelt sich in mehreren Studien wider. „Damit die Menschen auch im Alter ihren erreichten Lebensstandard weitgehend beibehalten können, fordern wir eine Angleichung der Löhne und Gehälter an das Niveau der alten Bundesländer“, sagt die rentenpolitische Sprecherin Karen Stramm. Und: Die Linke trete für eine Rentenversicherung für alle Bürger ein, bei der alle Einkommen beitragspflichtig werden. B. Schmidtbauer

OZ

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