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MV aktuell Retter fängt „Rosi“ wieder ein
Nachrichten MV aktuell Retter fängt „Rosi“ wieder ein
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00:05 01.07.2016

Welch eine besondere Geschichte: Ein kleines Waschbären-Baby sorgte im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen für Aufsehen und löste sogar einen Feuerwehreinsatz aus.

Am Ende wird alles gut: Der 49-jährige Tierretter Sven Lietzow von der Rostocker Berufsfeuerwehr und Waschbären-Pflegemama Anja Ginter halten „Rosi“ in die Kamera. Quelle: Stefan Tretropp

Es war von seiner Besitzerin geflohen, am Ende lagen sich die beiden liebevoll im Arm – dank der Feuerwehr.

Die ganze Geschichte: Anja Ginter, Pflegemutter des Waschbären-Babys, fand das 100 Gramm schwere Knäuel vor wenigen Monaten in einem Wald bei Bad Sülze (Kreis Vorpommern-Rügen). Die 33-Jährige rief sofort einen Jäger an. Der sagte, es gebe nur zwei Möglichkeiten: Entweder das Tier wird getötet oder sie zieht es auf. Sie entschied sich für Letzteres und nahm das Baby mit. Seitdem gehört „Rosi“, wie sie liebevoll ihren neuen Bewohner taufte, zur Familie. Auch wenn der Name weiblich klingt, das Geschlecht des Tieres ist männlich. „Wir haben ihn aufgepäppelt, uns in ihn verliebt“, sagt Ginter freudestrahlend. Dann aber der Schock: Plötzlich ist „Rosi“ weg, geflüchtet durch ein geöffnetes Fenster. „Wir waren alle aufgeregt“, sagt die 33-Jährige.

Dann kommt die Feuerwehr ins Spiel. „Wir wurden in die Neustrelitzer Straße in Rostock gerufen, weil dort ein Waschbär einer Frau ans Hosenbein gesprungen war“, erklärt Sven Lietzow, Tierretter bei der Rostocker Berufsfeuerwehr, die unglaubliche Geschichte. Er fuhr mit seinem Wagen hin und konnte das kleine Baby einfangen – es handelte sich um „Rosi“. Doch, wohin nur damit? „Wir wollten den Kleinen unbedingt vermitteln und hatten schon im Zoo angerufen“, erklärt Lietzow. Doch dann erreicht die Feuerwehr ein Anruf von Anja Ginter, die aufgelöst fragt, ob die Beamten zufällig einen Waschbären eingefangen hätten. So nimmt die Geschichte ihren glücklichen Verlauf. Nur kurze Zeit später bringt der 49-jährige Tierretter „Rosi“ zu seiner Besitzerin nach Lichtenhagen.

Liebevoll nimmt Anja Ginter ihr süßes Waschbären-Baby in den Arm und drückt es. Auf einem Erinnerungsfoto mit dem Tierretter Sven wird die Geschichte mit dem glücklichen Ende festgehalten.

Stefan Tretropp

OZ

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