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MV aktuell Rostock Airways startet Zubringer-Flüge in alle Welt
Nachrichten MV aktuell Rostock Airways startet Zubringer-Flüge in alle Welt
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03:51 29.08.2013
Rostock

Von Rostock nach San Francisco: Die neue Fluggesellschaft Rostock Airways startet ab 27. Oktober 2013 eine Verbindung zum internationalen Drehkreuz Kopenhagen in Dänemark. Dreimal täglich werden die Flieger in Rostock-Laage abheben beziehungsweise landen, erklärt der Justiziar der Gesellschaft, Roland Ehrsam. Auch eine Linie nach München sowie eine nach Frankfurt/Main sollen dann eröffnet werden.

Mit der Kopenhagen-Verbindung wird Laage laut Ehrsam zum Zubringer-Flughafen für reibungslose Anschlüsse in alle Welt, etwa nach San Francisco, Moskau oder Toronto. Eine entsprechende Kooperation mit der skandinavischen Fluggesellschaft SAS sei „unterschriftsreif“. Der durchschnittliche Ticketpreis für eine Strecke werde bei 75 Euro liegen. Rostock Airways wird für die Flüge 48-sitzige Turboprop-Maschinen vom Typ ATR 42 einer dänischen Fluggesellschaft einsetzen. Ähnliche Maschinen fliegen auch auf den beiden neuen Linien. Derzeit kalkuliert die Gesellschaft mit Preisen von durchschnittlich 170 Euro nach München und 160 Euro nach Frankfurt/Main pro Strecke. Das privatwirtschaftliche Unternehmen Rostock Airways hat sich erst im Frühjahr 2013 gegründet. Insgesamt sollen rund acht Millionen Euro investiert werden. Für Laage habe man sich entschieden, da der Airport in der Region konkurrenzlos sei. Außerdem bescheinigten Gutachten, dass Laage bislang unter seinen Möglichkeiten geblieben sei, und es gebe einen großen Rückhalt für den Flughafen aus der regionalen Wirtschaft.

Die erste Linie war im Juni nach Mallorca gestartet. Bislang blieb die durchschnittliche Auslastung der Flieger mit 75 Prozent allerdings unter den Erwartungen. Man habe die Flüge etwas zurückfahren müssen. Insgesamt sind die Aussichten für Regional-Airlines derzeit nicht rosig. Europaweit machen steigende Treibstoffkosten und schwache Konjunktur den Betreibern das Leben schwer. Laut einer Studie des Luftverkehrsdatenbank-Anbieters CH Aviation mussten in den vergangenen fünf Jahren 65 von 195 Unternehmen aufgeben, etwa die OLT als eine der ältesten deutschen Airlines.

„In der Krise der Airlines liegt auch eine Chance“, sagt Ehrsam dazu. So gebe es derzeit „einen Überhang an Fluggeräten und Piloten“, die dadurch günstiger einzukaufen seien. Gestartet als „virtuelle Airline“, die die Flugzeuge mitsamt der Crews von anderen Gesellschaften chartert, plant Rostock Airways, ab 2015 die Linien mit eigenen Maschinen zu bedienen.

Laut der Studie haben nur Regional-Airlines, die im Auftrag von großen Fluglinien fliegen können, gute Überlebenschancen. Wer konkret hinter Rostock Airways steht, will Ehrsam noch nicht verraten. Es handele sich um ein zypriotisch-amerikanische Investorengruppe, die auch an anderen Fluggesellschaften beteiligt sei. Die Kreditgeber planen demnach, mit den Zubringerdiensten von Rostock Airways von europäischen Drehkreuzen aus ihre eigenen Maschinen auszulasten. „Bis sie dieses Ziel erreicht haben, wollen sie wegen der starken Konkurrenzsituation auf dem Markt im Hintergrund bleiben“, sagt Ehrsam.

204 000 Fluggäste zählte Laage im vergangenen Jahr, im Vorjahr waren es noch 20 000 mehr gewesen. Durch Rostock Airways hofft man auf zunächst 100 000 zusätzliche Passagiere pro Jahr.

In der Krise der Airlines liegt auch eine Chance.“Roland Ehrsam, Justiziar bei Rostock Airways

Axel Meyer

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