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MV aktuell Rostock: Hafen wird ausgebaggert
Nachrichten MV aktuell Rostock: Hafen wird ausgebaggert
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00:00 22.06.2016

Aufatmen für die Beteiligten der Hanse Sail. Der Stadthafen Rostock soll ausgebaggert werden – und zwar das erste Mal seit rund 25 Jahren. Das bestätigte nun das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA). „Es ist wirklich höchste Eisenbahn“, betont Amtsleiter Holger Brydda. Wann genau die Arbeiten beginnen, sei noch unklar. „Unser Ziel ist es, das Hafenbecken bis zum Stadtjubiläum 2018 auf Vordermann zu bringen.“

Hanse-Sail-Chef Holger Bellgardt ist erleichtert: „Wir begrüßen die geplanten Maßnahmen an der Bundeswasserstraße Warnow ausdrücklich.“ Das Amt habe eine gute Entscheidung getroffen. „Dadurch werden die Rahmenbedingungen für die Hanse Sail verbessert – beziehungsweise endlich wiederhergestellt“, so Bellgardt.

Seit einigen Jahren versandet der Schauort des größten Volksfestes in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend. Laut Seekarte soll der Stadthafen in Abstufungen eine Tiefe von sechs bis sieben Metern haben.

Doch durch die Ansammlung von Sand und Schlick ist die Wassertiefe deutlich geringer.

Erste Einschränkungen gab es daher schon 2015. Die „Stettin“ durfte im vergangenen Jahr nicht im Stadthafen anlegen. Und auch zur diesjährigen Hanse Sail muss sie nach Marienehe ausweichen. Der Dampf-Eisbrecher hat einen Tiefgang von rund 5,50 Metern. Nach den Anweisungen des WSA dürfen jedoch nur noch Schiffe bis höchstens fünf Meter Tiefe in das Hafenbecken einfahren.

„Wir müssen unbedingt baggern“, sagt Gisbert Ruhnke, Leiter des Rostocker Hafenamtes. Denn Probleme gebe es auch bereits mit größeren Segelschiffen. „Wir haben außerdem Angebote von kleinen Kreuzfahrtreedereien“, sagt der Hafenkapitän. Ohne die ursprünglichen Tiefgänge sei diese Zusammenarbeit nicht umzusetzen. Warum das WSA erst jetzt eingreife, habe wirtschaftliche Gründe. Amtsleiter Brydda erklärt: „Unabhängig von der Bedeutung der Hanse Sail für Rostock, findet das Ereignis nur einmal im Jahr statt und die Einschränkungen sind bislang gering.“ Wirtschaftlich habe der Stadthafen nun einmal keine große Bedeutung mehr. Doch nach den Untersuchungen habe man festgestellt, dass die Versandung tatsächlich erheblich sei. Rostock habe großes Interesse an der Schiffbarkeit der Warnow als Bundeswasserstraße, betont Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). „Für uns und die Attraktivität unserer Stadt zählt da jedes Jahr.“

Wie teuer die Ausbaggerung genau wird, könne das WSA nicht einschätzen. „Wir konnten nicht klären, wo wir das Baggergut lagern“, so Holger Brydda. Bisher ging man von Kosten von rund 1,3 Millionen Euro aus. Doch das reiche nicht.

Johanna Hegermann

. Wer studieren will und den mitunter gefürchteten Numerus Clausus umgehen möchte, für den ist Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Ziel.

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