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MV aktuell Rostock: Heinkel-Mauer soll ins Museum
Nachrichten MV aktuell Rostock: Heinkel-Mauer soll ins Museum
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06:24 20.02.2015

Neue Wendung in der Diskussion um die Heinkel-Mauer: Die Stadt Rostock plant, den Abriss am Werftdreieck zu genehmigen, Teile des Denkmals sollen später in einer Ausstellung gezeigt werden. Unterdessen wächst der Protest. Die Facebook-Initiative „Nein zum Abriss der Heinkel-Mauer“ sammelte in kurzer Zeit mehr als 3000 Unterstützer, eine Künstler-Initiative machte mit einer nächtlichen Plakat-Aktion auf sich aufmerksam und in der Bürgerschaft mehren sich Stimmen für den Erhalt.

Für Michaela Selling, Leiterin des städtischen Denkmalpflegeamts, steht dagegen fest: Ein Gutachten von Inros Lackner habe gezeigt, dass die Mauer „nur sehr bedingt“ sanierungsfähig sei, und das wäre auch „wirtschaftlich nicht vertretbar“. Trotzdem behält die Heinkel-Mauer in den Plänen aus dem Rathaus einen Platz —Teile am Werftdreieck und im Museum. „Die künftige Präsentation in der stadtgeschichtlichen Ausstellung soll eine mahnende Erinnerung an ein zwiespältiges, dunkles Kapitel Rostocker Industriegeschichte und deren Opfer in Würde ermöglichen“, sagt Michaela Selling. Stehen sollen die Überreste dann im ehemaligen Schifffahrtsmuseum.

Eigentümer des etwa sieben Hektar großen Areals ist das Wohnungsunternehmen Wiro. Der Vorbesitzer Krieger GmbH (Möbel Kraft) hatte das Gutachten zur Heinkel-Mauer in Auftrag gegeben und den Abriss beantragt. Die Wiro betonte zuletzt, auf die Entscheidung der Stadt zu warten. Grundsätzlich wäre sie bereit, die Mauer in die Bebauung zu integrieren. Das wünscht sich auch Markus Schulz, einer der Initiatoren von „Nein zum Abriss der Heinkel-Mauer“. Unabhängig von der Rolle des Flugzeugbauers Ernst Heinkel in der Zeit des Nationalsozialismus sei die Mauer ein Stück Stadtgeschichte.

Thomas Niebuhr



OZ

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