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Rostock plant neue Schwimm- und Eishalle

Rostock Rostock plant neue Schwimm- und Eishalle

Multifunktionsarena könnte für 25 Millionen Euro neben der Hansemesse in Schmarl entstehen

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Vorbild: der Lentpark Eis- und Schwimmstadion in Köln.

Quelle: Foto: Hempel

Rostock. Schwimmer, Eisläufer und Eishockey-Spieler – in Rostock sollen sie künftig unter einem Dach Sport treiben: Die Hansestadt plant eine 25-Millionen-Euro-Investition in den Sport. Im Nordwesten soll, so die Idee von Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke) und der städtischen Immobilien-Chefin Sigrid Hecht, eine Multifunktionsarena entstehen – eine kombinierte Eis- und Schwimmhalle. Die Stadt will so Betriebskosten und Energie sparen, das neue Kombi-Gebäude wird günstiger und grüner. Baustart soll bereits 2020 sein. Das geht aus einem internen Bericht hervor, der der OSTSEE-ZEITUNG exklusiv vorliegt.

Vorbild Lentpark

25 Millionen Euro hat das vergleichbare Projekt Lentpark in Köln gekostet. Die Rostocker Planer rechnen beim Projekt im Iga-Park mit Kosten etwa in gleicher Höhe. 12 Millionen Euro würde eine Sanierung der 50 Jahre alten Eishalle in der Hansestadt kosten.

Schon seit Jahren fordern Sport- und Freizeitschwimmer in Rostock den Bau eines dritten Hallenbades. Auch bei den Bürgerumfragen stand ein Hallenbad stets ganz oben auf der Wunschliste: Die städtische Neptun-Halle ist nahezu komplett ausgelastet, die Schwimmhalle Gehlsdorf – sie wird von der städtischen Wohnungsgesellschaft Wiro betrieben – ebenfalls. Nun will Rostock zwei große Probleme mit einem Projekt lösen: Denn die Eishalle an der Schillingallee, Heimat des Olympiastützpunktes in der Schnelllaufdisziplin Short Track sowie des Eishockeyclubs REC Piranhas, muss dringend saniert werden. Das Gebäude ist bereits rund 50 Jahre alt. Die Kosten werden intern bereits auf bis zu zwölf Millionen Euro beziffert. Genau dieses Geld würde sich der stadteigene Immobilienverwalter KOE gerne sparen – und statt in eine Sanierung in einen Kombi- Neubau investieren.

Vorbild für das Rostocker Vorhaben ist der Lentpark in Köln: Dort haben die städtischen Bäderbetriebe bereits 2011 eine Eis- und Schwimmhalle eröffnet – mit Eishockey-Spielfeld, 25-Meter-Pool und Planschbecken für Kinder. Im Obergeschoss – hinter Scheiben – verläuft eine Bahn für Eisschnellauf. Der Clou des Ganzen: „Bei der Herstellung des Eises entstehen enorme Mengen an Abwärme. Die lassen wir nicht entweichen, sondern wir nutzen sie, um das Wasser für die Schwimmbecken zu erwärmen. Das spart Energie und Betriebskosten“, sagt Franziska Graalmann von „KölnBäder“. Rund 25 Millionen Euro hat das Projekt in Köln gekostet, mit Kosten in gleicher Höhe rechnen auch die Planer in Rostock. Von den reinen Baukosten her wäre ein Kombi-Bau nicht günstiger, sehr wohl aber im Betrieb.

Im Auftrag der Bürgerschaft hatten Stadt und KOE zwei Standorte für eine neue Schwimmhalle untersucht – eine Erweiterung des Neptun-Bades und einen Neubau in Schmarl. Dort könnte die neue Sportstätte direkt neben der Hansemesse entstehen, auf einer Fläche, die bereits der Stadt gehört und die über eine direkte S-Bahn-Anbindung verfügt. Sportsenator Bockhahn (Linke) bestätigt, dass die Fachämter und auch die Gutachter den Standort Schmarl bevorzugen: „Im Nordwesten wäre auch das Parken im Gegensatz zur Kopernikusstraße kein Problem.“ Der Plan, nun Schwimmen und Eislaufen unter einem Dach zu verbinden, ist nach OZ-Informationen neu: Weder die Vereine noch die Bürgerschaft kennen bisher die Idee. „Die mögliche Kombination einer Schwimm- mit einer Eishalle ergibt sich aus einer ökologischen Betrachtung durch den Energieaustausch beider Sporteinrichtungen“, sagt Bockhahn.

Andreas Meyer

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