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MV aktuell Rostocker Taucher gespannt auf das Wrack der „Georg Büchner“
Nachrichten MV aktuell Rostocker Taucher gespannt auf das Wrack der „Georg Büchner“
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03:56 03.06.2013
Die „Georg Büchner“ wird künftig nur noch am Grund der Ostsee zu besichtigen sein, wenn es die polnischen Behörden zulassen. Quelle: NDR

Drei Tage nach dem Untergang der „Georg Büchner“ interessieren sich bereits Rostocker Taucher für das Wrack. „Wir haben zwei Anfragen von privaten Fernsehsendern, das Schiff mit Tauchrobotern abzufilmen“, sagt Eyk-Uwe Pap, Geschäftsführer des Tauch- und Bergungsunternehmens Baltic Taucher. „Zudem werden wir nächste Woche Kontakt zum Eigner aufnehmen und ihm das gleiche anbieten.“ Allerdings werde es erfahrungsgemäß lange dauern, bis die polnischen Behörden das Wrack zum Betauchen freigeben.

Ihn selbst reize das Wrack nicht, sagte Pap. „Als Rostocker habe ich da zu viel Wehmut.“ Zudem es riskant sei, in das Wrack zu tauchen, „auch wenn wir das Schiff in- und auswendig kennen.

Anders sieht das Michael Manthe vom Tauchcenter Rostock: „Das Wrack zu betauchen war so ziemlich mein erster Gedanke, als ich von dem Untergang gehört habe.“ Er habe auch schon Kontakt zu polnischen Tauchfreunden aufgenommen, sagte Manthe. Das Interesse dort wie auch in der Hansestadt sei groß: „Für Rostocker wird die ‘Büchner‘ ein ganz besonderes Tauchziel werden“, ist sich Manthe sicher. Neben formellen Fragen sei auch entscheidend, wie tief die „Büchner“ nun tatsächlich liegt. „Bis zu 30 Meter ist das Tauchen kein Problem, darunter brauchen wir ein spezielles Atemgas-Gemisch.“ Damit können die Taucher in bis zu 100 Meter Tiefe vorstoßen. „Das Wrack wird dank seines hellen Anstrichs gut zu entdecken sein“, glaubt Manthe. „Je nach aktuellen Sichtverhältnissen kann man in der Ostsee einen halben bis zu 20 Meter weit sehen.“

Zum Untergang selbst wurden am Wochenende wenig neue Fakten bekannt. Laut polnischen Quellen wurde über dem Wrack ein dünner Ölfilm entdeckt, der jedoch nicht bekämpft werden musste. Die Behörden gaben eine Warnung aus, wonach vorbeifahrende Schiffe einen Abstand von 500 Metern zum Wrack einhalten sollen. Die exakte Tiefe der „Büchner“ ist dagegen noch unbekannt. Bilder, die die Schlepperbesatzung vom Untergang gemacht haben könnte, tauchten bislang nicht auf, Die 154 Meter lange „Georg Büchner“ war am Donnerstagabend unter noch unbekannten Umständen vor Danzig gesunken. Sie war unterwegs von Rostock ins lettische Klaipeda, wo sie wohl verschrottet werden sollte. Menschen waren nicht an Bord. Die Besatzung des polnischen Schleppers „Ajaks“ war am Wochenende nicht zu erreichen. Von ihr erhofft man sich Antworten auf zahlreiche offene Fragen.

Axel Büssem

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