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MV aktuell Rostocker erinnern an Krawalle von Lichtenhagen
Nachrichten MV aktuell Rostocker erinnern an Krawalle von Lichtenhagen
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08:44 18.04.2017
Blick auf das von über 100 Vietnamesen bewohnte Haus neben dem Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen, das am Vortag von ausländerfeindlichen Randalierern in Brand gesetzt wurde. Das Foto wurde am 25. August 1992 aufgenommen. Quelle: Jens Kalaene / dpa
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Rostock

Vier Monate vor dem 25. Jahrestag der rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August haben die Vorbereitungen für das Gedenken begonnen. Neben offiziellen Veranstaltungen wollen linke Gruppen Akzente setzen. Bei Gedenkreden sollen unter anderen der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und Vertreter der Stadt sprechen. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) habe abgesagt, teilte Rostocks Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) mit.

Kernstück des Erinnerns ist eine Gedenkwoche vom 22. bis zum 26. August. Jeden Tag soll eine von fünf Gedenkstelen an verschiedenen Orten in der Stadt enthüllt werden, darunter am Rathaus, am Sonnenblumenhaus, und vor dem Medienhaus der OSTSEE-ZEITUNG. Gestaltet werden die Stelen vom Rostocker Künstlerkollektiv „Schaum“.

Aufbau eines Archivs zu Lichtenhagen 1992

Die Einweihungen können Jugendliche im Projekt „Lichtenhagen im Gedächtnis“ mit der Kamera begleiten, erklärte Leiter Martin Arndt. Das Projekt baut ein Archiv zu Lichtenhagen 1992 auf und erarbeitet Workshops für Schulen. Mit einer Fahrradtour zum Sonnenblumenhaus will der Verein „Bunt statt Braun“ am 26. August die enthüllten Stelen besuchen. Auf der Wiese vor dem Haus soll ein Fest stattfinden.

Vom 22. bis zum 26. August 1992 hatten Hunderte Randalierer, darunter viele Neonazis, die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber im Sonnenblumenhaus belagert. Die Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, doch unter dem Beifall von Anwohnern griffen rund 400 Jugendliche daraufhin ein benachbartes Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter mit Brandsätzen an. Die Ausschreitungen zählen zu den schlimmsten rassistischen Übergriffen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

OZ

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