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Rügen Filmfestival: Hauptpreis geht nach Dänemark

Putbus Rügen Filmfestival: Hauptpreis geht nach Dänemark

Erstes internationales Festival ehrt Drama über Judendeportation

Putbus. Mit der Preisverleihung ist Samstagabend im Putbuser Theater das erste Rügen International Filmfestival offiziell zu Ende gegangen. Der von der OSTSEE-ZEITUNG gestiftete und mit 7500 Euro dotierte Hauptpreis „Sophia“ ging an den dänischen Wettbewerbsbeitrag „Across The Waters“ von Regisseur Nicolo Donato. Im deutschen Verleih läuft der Film über die Deportation dänischer Juden zur Nazizeit unter dem Titel „Vögel über dem Sund“.

Festivalleiter Alexander Ris zog eine positive Bilanz für die Premiere. „Ablauf, Team und Programm waren optimal“, sagte der renommierte Filmproduzent. „Allein bei der Werbung müssen wir im kommenden Jahr mehr machen.“ Denn 2018 soll es definitiv weitergehen. Dafür spreche die Zusage der Landesregierung, die Förderung beizubehalten. Auch die Publikumsresonanz und das Interesse der Wettbewerbsteilnehmer an der thematischen Ausrichtung des Festivals, das die Ostseeanrainerstaaten zusammenbringen will, waren groß. „Nächstes Jahr wird Litauen unser Partnerland sein“, sagte Ris.

Zudem widme man sich Programm dem Thema „100 Jahre Unabhängigkeit des Baltikums“.

Insgesamt wurden 44 Filme aus 13 Ländern an zehn Spielstätten gezeigt. Höhepunkte des Festivalprogramms waren die Eröffnung auf der Selliner Seebrücke mit Gesang von Schauspielerin Kathrin Sass, deren Film „Good Bye, Lenin!“ im Rahmenprogramm zu sehen war, und der Baltische Abend in der Bootshalle im Yachthafen im Jaich von Lauterbach. Dort hatte die litauische Band Subtilu-Z eingeheizt, die bei der Preisverleihung noch einmal für einen ausgelassenen Auftakt sorgte. Während 150 Gäste den Auftakt erlebten, hatten sich über 200 Besucher in die Bootshalle gedrängt.

Für eine Überraschung sorgte am Samstagabend die Vergabe des vom Kaufhaus Stolz gestifteten und mit 2000 Euro dotierten Preises „Leben am Wasser“. Diesen erhielten Schüler der Altenkirchener Schule „Windland“ für ihren Film „Die Fischer auf Rügen – ein Beruf im Wandel der Zeit“.

Der vom mecklenburgischen Verband für Filmkommunikation gestiftete „Findlingspreis“ ging an den polnischen Film „Father 0“, der in der Festivalreihe „Local Heroes“ lief. Regisseur Konrad Pachciarek, der den Beitrag 2015 in einem Heim am Stettiner Haff drehte, nahm den Preis persönlich entgegen. Erzählt wird die Geschichte polnischer Jungs, die ohne Väter aufwuchsen, sich diese aber immer wieder in Träumereien selbst erschaffen. „Heute sind einige dieser Jungs selbst Väter“, sagte Pachciarek bei der Preisübergabe. „Und ich hoffe, sie werden bessere Väter sein, als ihre, die sie niemals hatten.“ Den Publikumspreis erhielt der auf Festivals oft gefeierte deutsche Wettbewerbsbeitrag „Freddy/Eddy“ der jungen Regisseurin Tini Tüllmann.

Ein Grußwort übermittelte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Das Land hatte das Festival mit 150000 Euro gefördert. Lokales

Jens-Uwe Berndt

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