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MV aktuell SEK stürmt Wohnungen in Stralsund
Nachrichten MV aktuell SEK stürmt Wohnungen in Stralsund
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16:19 20.12.2018
Symbolbild: Polizeispezialkräfte, hier ein früherer Einsatz, stürmten am Donnerstag zwei Wohnungen in Stralsund. Quelle: dpa
Stralsund

Aufsehen erregende Polizeieinsätze hat es am Donnerstagvormittag in Stralsund gegeben. Kräfte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) stürmten zwei Wohnungen und nahmen zwei junge Männer (beide 19 Jahre alt) fest. Ermittelt worden sei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Anlass für die Einsätze sei ein Video im Internet gewesen, auf dem die Männer mit „einem waffenähnlichen Gegenstand“ in Stralsund posierten, erklärt Sascha Ott, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund. Bei der Durchsuchung seien die Beamten fündig geworden: Sie stellten eine Schreckschusspistole und geringe Drogen-Mengen sicher. Die Polizei habe in den beiden Wohnungen auch diverse Technik beschlagnahmt, Laptop und Handy, die jetzt untersucht werden sollen.

„Wenn Waffen im Spiel sind, gehen wir auf Nummer sicher“, erklärt Ott den Einsatz eines SEKs. Auch der Umgang mit einer Schreckschusspistole in der Öffentlichkeit sei verboten. Die beiden Männer, laut Ott Flüchtlinge aus Afghanistan und Tschetschenien, sollen am Donnerstag noch vernommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt werden. „Für einen Haftbefehl reicht es nicht.“ Gegen einen der Männer sei früher schon einmal ermittelt worden, weil er auf einem Bild mit einer Fahne der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu sehen gewesen sei.

Der Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm (AfD) fordert harte Konsequenzen: „Wer mit Drogen erwischt wird und Bürger terrorisiert, ist sicher keine Bereicherung, sondern auf dem besten Weg, eine kriminelle Karriere zu starten.“

 

Frank Pubantz

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