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SPD verliert in Umfragen: Sellering warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Schwerin/Berlin SPD verliert in Umfragen: Sellering warnt vor Spaltung der Gesellschaft

20 Prozent — die SPD findet bundesweit so wenig Zuspruch bei Wählern wie nie zuvor, erfasst in aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl von den Instituten Forsa und Insa.

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Es bleibt richtig, Menschen in Not zu helfen. MV muss auf Kurs bleiben.“ Erwin Sellering, SPD-Landeschef

Schwerin/Berlin. 20 Prozent — die SPD findet bundesweit so wenig Zuspruch bei Wählern wie nie zuvor, erfasst in aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl von den Instituten Forsa und Insa. SPD-Landeschef Erwin Sellering ist alarmiert: „Wir müssen aufpassen, dass unsere Gesellschaft nicht gespalten wird“, sagt er. Den Grund für das Stimmungstief seiner Partei sehe er in der Flüchtlingskrise: Die SPD gerate in einen „Abwärtstrend“, während die AfD bei zehn beziehungsweise 13 Prozent liegt. Die Politik der Landes-SPD halte er aber weiterhin für richtig, so Sellering. Flüchtlinge müssten integriert, andere Themen dabei nicht vernachlässigt werden. „Es bleibt richtig, Menschen in Not zu helfen.“ Allerdings müsse der Flüchtlingsstrom verringert werden.

Die SPD werde in den kommenden Wochen aufzeigen, „worum es bei der Landtagswahl wirklich geht“, so Sellering. Sie setze sich ein für Wirtschaftswachstum, bessere Löhne, Förderung von Familien und Kindern.

CDU-Landeschef Lorenz Caffier gibt sich zu den neuesten Bundesumfragen entspannt. Schlussfolgerungen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September seien derzeit „wenig sinnvoll“.

Politik müsse die „bisherige Linie kontinuierlich beibehalten“ und den Bürgern „verständlich erklären“. René Domke (FDP) sieht die Große Koalition im Sinkflug, pflichtet aber bei: „Die AfD wird schwächer werden, je professioneller und verbindlicher die Fragestellung von Asyl und Einwanderung gelöst wird.“ Ein „Bild der Zerrissenheit und Unentschlossenheit“ nimmt Grünen-Landeschef Andreas Katz bei Bundes-CDU und -SPD wahr. Ein langfristiger Stimmenverlust sei die logische Folge. Klare Ansage nach rechts: „Die Antwort auf AfD und NPD muss mehr demokratische Beteiligung, mehr Transparenz und eine klare Haltung in Menschenrechtsfragen sein.“ AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm erklärt dagegen: „Die Zahlen sind folgerichtig. Weder Merkel mit ihrem ,Weiter so‘ noch die SPD mit ihrem Zickzack-Kurs locken die Menschen noch hinterm Ofen hervor.“

Für Parteienforscher Martin Koschkar von der Universität Rostock sind die aktuellen Umfragewerte nur eine „Momentaufnahme. Rund 23 Wochen vor der Landtagswahl ist die Entwicklung offen.“ Dass die SPD derzeit bundesweit so schlecht wegkommt, hänge klar mit den Themen Flüchtlinge und Zuwanderung zusammen. Die AfD profitiere weiterhin davon. Koschkar: „Sie mobilisiert über Ängste und Wut den Protest gegenüber der Politik der Bundesregierung.“

Von Frank Pubantz

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