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MV aktuell Schleppender Prozessauftakt gegen SS-Mann
Nachrichten MV aktuell Schleppender Prozessauftakt gegen SS-Mann
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00:05 13.09.2016
Der ehemalige SS-Sanitäter Hubert Z. neben Wahlverteidiger Peter-Michael Diestel. Quelle: Wüstneck/dpa

. Im vierten Anlauf hat gestern der Prozess gegen den früheren SS-Sanitäter Hubert Z. aus dem Konzentrationslager Auschwitz am Landgericht Neubrandenburg begonnen. Dem Mann aus der Nähe von Neubrandenburg wird von der Anklage Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vorgeworfen. Zu Beginn der Verhandlung stellten Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Klaus Kabisch. Sie werfen dem Vorsitzenden der Schwurgerichtskammer vor, „nicht neutral und unparteiisch zu agieren“. Kabisch messe einer angeblichen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten (95) zu große Bedeutung bei und versetze sich nicht in die Lage von Überlebenden des Holocaust, erklärten die Nebenklage-Anwälte. Der Angeklagte, der im Februar und März aus gesundheitlichen Gründen nicht erschienen war, kam beim vierten Anlauf im Rollstuhl und wurde von einem seiner Söhne begleitet. Der ehemalige SS-Angehörige war vor Beginn der Verhandlung untersucht worden. Der medizinische Sachverständige bescheinigte dem 95-Jährigen ein „leichtgradiges demenzielles Syndrom“, er sei „eingeschränkt verhandlungsfähig“.

Die Anklage spricht von Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen. Dabei geht es um einen Monat im Spätsommer 1944, als der SS-Sanitäter im KZ Auschwitz-Birkenau arbeitete. In der Zeit kamen 14 Deportationszüge dort an.

Die Verteidigung bestreitet eine Schuld ihres Mandanten. Der Mann war nach Kriegsende für seine SS-Tätigkeit schon in Polen zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die er auch verbüßt hat. Wann der Prozess fortgesetzt wird, ist wegen der Befangenheitsanträge unklar.

OZ

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