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MV aktuell Schon 280 Badetote bundesweit
Nachrichten MV aktuell Schon 280 Badetote bundesweit
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00:00 28.07.2018
Scharbeutz

Der frühe Sommer hat in Deutschland zu einem Anstieg der tödlichen Badeunfälle geführt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 280 Menschen ertrunken, 38 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich zu den Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) in Scharbeutz kam gestern noch ein toter Schwimmer in Schleswig-Holstein.

Ein Beobachtungsturm der DLRG-Wasserretter Quelle: Foto: Scholz/dpa

Die meisten Menschen seien an ungesicherten Badestellen im Binnenland ertrunken, so Pressesprecher Achim Wiese. Wie im Vorjahr ertranken auch 2018 die meisten Menschen, nämlich 45, in Bayern. In den ersten sieben Monaten des Vorjahres waren dort 49 Menschen beim Baden gestorben.

An den Küsten und in Binnengewässern Mecklenburg-Vorpommerns ertranken bisher 16 Menschen, im Vergleichszeitraum 2017 waren es nach DLRG-Angaben 14. Die Wasserschutzpolizei nannte abweichende Zahlen.

An den Küsten von Nord- und Ostsee sind nach Angaben Wieses während der Saison von Mai bis September rund 500 ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Einsatz.

Als Hauptgrund für die bundesweit gestiegene Zahl der Badetoten nannte die DLRG den frühen Sommerbeginn. „Hatten wir 2017 durch den eigentlich nicht vorhandenen Sommer vergleichsweise geringe Ertrinkungszahlen, hatten wir in diesem Jahr schon im sehr warmen April 37 Badetote, zwölf mehr als im April 2017. Im Mai waren es mit 51 zehn Fälle mehr als im Vorjahresmonat“, sagte Wiese.

Unfallursache waren laut DLRG in den meisten Fällen Leichtsinn, Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung. „Doch auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, bereiteten uns Sorge“, sagte Wiese.

Da sich bundesweit fast 90 Prozent aller tödlichen Badeunfälle an unbewachten Badestellen ereignen, sieht die DLRG auch Länder, Kommunen und Badbetreiber in der Pflicht, mehr für die Sicherheit der Badenden zu tun. „Ein Badeverbotsschild aufzustellen, reicht nicht aus. Das wird im Zweifel ignoriert“, sagte Wiese.

E.-M. Mester

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