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MV aktuell Schranken stoppen illegale Autofahrer im Müritz-Nationalpark
Nachrichten MV aktuell Schranken stoppen illegale Autofahrer im Müritz-Nationalpark
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00:00 02.09.2013
Waren

Nach jahrelangen Debatten wurde der illegale Kraftfahrzeugverkehr im Müritz-Nationalpark gestern gestoppt. An drei Schrankenanlagen geht es für nicht berechtigte Autos am Ostufer der Müritz nicht mehr weiter. Mehr als 2000 Anwohner der Dörfer am und im Schutzgebiet können aber mit Chips passieren. Grundlage dieser „Berechtigtenregelung“ ist ein Vertrag zwischen dem Land, Landkreis und Kommunen.

Die Dörfer finanzierten mit Hilfe der EU die 180 000 Euro teuren Schranken. Dafür übernimmt das Land die Instandhaltung der Straßen, die auch vom Nationalparkbus genutzt werden. Auto- und Lkw-Fahrer hatten die etwa neun Kilometer lange Strecke durch das Schutzgebiet zwischen Speck, Boek und Kratzeburg immer wieder als Abkürzung missbraucht.

Das Gebiet war auch zu DDR-Zeiten gesperrt. Damals hatte die Staatssicherheit rund um Waren mehrere Wälder für die Trophäenjagd der SED-Politprominenz abgeriegelt. Am Specker Horst jagte damals Ministerpräsident Willi Stoph. Der Müritz-Nationalpark ist ein knapp 32 000 Hektar großes Gebiet. Die dünn besiedelte Region ist Rückzugsgebiet zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten.

OZ

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