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MV aktuell Schüsse bei Rostock: Ein Autofahrer sieht rot
Nachrichten MV aktuell Schüsse bei Rostock: Ein Autofahrer sieht rot
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00:00 05.08.2016

An einer Ampel in Rövershagen sah der Mann plötzlich rot: Nach einem Streit mit einem anderen Fahrer hat ein 58-Jähriger in dem Ort bei Rostock eine Waffe gezogen und auf das Auto des „Widersachers“ gefeuert. Verletzt wurde zum Glück niemand. Dem Schützen am Steuer drohen nun bis zu drei Jahre Haft. Die Ermittler und Verkehrspsychologen sprechen von einem außergewöhnlichen Ausraster am Steuer. Bisher jedenfalls. Denn die Behörden fürchten, dass in Zukunft häufiger Autofahrer mit Pistole im Handschuhfach unterwegs sein könnten. Die Zahl derjenigen, die einen Waffenschein beantragen, steigt jedenfalls in Rostock deutlich.

Die Schüsse in Rövershagen sind, so Güstrows Polizeisprecher Gert Frahm, bereits am Mittwochnachmittag gefallen. Auslöser soll ein an sich harmloser Vorgang gewesen sein, der sich täglich zig Mal auf den Straßen ereignet: Das Opfer, der 41 Jahre alte Fahrer eines schwarzen Renault Megane, soll den Schützen kurz hinter Rövershagen überholt haben. An der nächsten Ampel kam es zur Auseinandersetzung: „Der Renault wollte dort rechts abbiegen, der Golf stand auf der anderen Fahrspur“, beschreibt Frahm. Beide Fahrer sollen sich gegenseitig mit Gesten beleidgt haben. Dann rastet der 58 Jahre alte Golf-Fahrer aus: Er zieht die Pistole – wie sich später herausstellt nur eine Schreckschusswaffe – und feuert durch das offene Beifahrerfenster auf den Renault.

„Dass Autofahrer ihren Streit auch auf der Straße austragen – das allein ist für uns nicht ungewöhnlich“, sagt Polizeisprecher Frahm. Allein im Juli gingen bei den Ermittlern im Landkreis zehn Anzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. „Doch dass jemand eine Waffe zieht, ist einmalig.“

Das bestätigt auch Andreas Dillmann, Diplom-Psychologe bei der Dekra in Rostock: „Der Vorfall in Rövershagen ist eine absolute Ausnahme“, sagt der Experte.

Andreas Meyer

OZ

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