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MV aktuell Schwere Unfälle auf der A 20 - zwei Tote
Nachrichten MV aktuell Schwere Unfälle auf der A 20 - zwei Tote
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00:00 13.08.2018
Am tödlichen Verkehrsunfall beteiligte Fahrzeuge auf der Autobahn 20 nahe der Anschlussstelle Kröpelin Quelle: Foto: Thomas Häntzschel/dpa
Kröpelin/Wismar

Bei einem Auffahrunfall auf der Ostseeautobahn A 20 unweit von Rostock sind am Samstag eine 63-Jährige und ein junges Mädchen ums Leben gekommen. Der elfjährige Bruder des Mädchens schwebt in Lebensgefahr. Weitere acht Menschen seien verletzt worden oder stünden unter Schock, sagte eine Polizeisprecherin. Bei den Todesopfern handele es sich um eine Beifahrerin und eine 13-Jährige, vermutlich die Enkelin der Frau. Die 43 Jahre alte Mutter der Kinder saß am Steuer und erlitt leichte Verletzungen.

Der Unfall habe sich auf der Richtungsfahrbahn Rostock kurz vor der Anschlussstelle Kröpelin (Landkreis Rostock) ereignet. Eine 46 Jahre alte Fahrerin sei mit ihrem Wagen ungebremst auf das Auto der Familie aufgefahren. Das gerammte Auto wurde auf zwei weitere Fahrzeuge geschoben. Die Unfallfahrerin stand nach ersten Untersuchungen der Polizei unter Alkoholeinfluss. Sie wurde ebenfalls verletzt.

In einem der beiden anderen Fahrzeuge saß den Angaben zufolge eine Familie mit zwei Kleinkindern. Alle vier Familienmitglieder hätten Schocks erlitten und seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Mit leichten Verletzungen kamen außerdem ein Mann und eine weitere Frau in die Klinik. Für die Rettungsmaßnahmen waren insgesamt zwei Rettungs- und ein Notarzthubschrauber, fünf Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, zwei Krankentransportwagen und die freiwilligen Feuerwehren aus Glasin und Neukloster im Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten nach eigener Aussage die Einsatzstelle sehr schnell erreichen, weil eine vorbildliche Rettungsgasse gebildet war. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs schaltete die Polizei einen Sachverständigen ein. Die Autobahn in Richtung Osten war zwischen Neukloster und Kröpelin bis in die Abendstunden gesperrt. Die Retter lobten nach Angaben der Polizeisprecherin das Verhalten der Autofahrer. Sie hätten sofort eine Rettungsgasse gebildet.

Bei einem zweiten schweren Unfall auf der Autobahn 20 bei Wismar sind am Samstag vier Menschen, darunter ein Säugling, schwer verletzt worden. Weil vorbeifahrende Autofahrer Handyaufnahmen von dem Unfall anfertigten, leitete die Polizei mehrere Bußgeldverfahren ein. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Rostock erklärte, hatte der 43-jährige Autofahrer beim Überholen und bei starkem Regen die Kontrolle über den Wagen verloren und war gegen einen Brückenpfeiler geschleudert. Der Fahrer, ein zehnjähriges Kind und ein knapp zwei Monate altes Baby sowie dessen Mutter wurden schwer verletzt.

Sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Die Unfallstelle war mehrere Stunden in Richtung Rostock gesperrt.

Ein weiterer Unfall ereignete sich am Samstag in Grevesmühlen. Der Fahrer brach vermutlich am Steuer seines Autos zusammen und löste so den Unfall aus. Sein Fahrzeug krachte frontal in einen entgegenkommenden Wagen. Der 54-Jährige hatte wohl aus medizinischen Gründen die Kontrolle übers Auto verloren. Er wurde schwer verletzt. Die 39 Jahre alte Fahrerin des anderen Wagens verletzte sich leicht. Ein schwer verletzter Beifahrer wurde indes nach einem Unfall allein in einem demolierten Auto zurückgelassen. Als die Polizei in der Nacht zum Sonntag an der Unfallstelle nahe Wozinkel (Ludwigslust-Parchim) eintraf, fehlte von den anderen Insassen jede Spur. Zeugen beobachteten, wie kurz nach dem Unfall mehrere Leute ums Auto herumliefen und dann wegrannten. Die Beamten suchten das Gebiet ab – vergeblich.

Erst eine Woche zuvor starben zwei junge Frauen

Auf der A 20 hatte es erst am vergangenen Sonntag einen schweren Unfall bei Tribsees östlich von Rostock gegeben. Ein 36 Jahre alter Geländewagenfahrer aus Dänemark war im Rückreiseverkehr mit großer Wucht auf einen Kleinwagen an einem Stauende aufgefahren. Zwei junge Frauen in dem Kleinwagen starben, vier Menschen – auch der Unfallverursacher – wurden schwer verletzt.

Winfried Wagner

Der Horrorunfall am Samstagnachmittag auf der Autobahn 20 in Richtung Rostock ist laut ersten Ermittlungen der Polizei durch eine Betrunkene verursacht worden. Eine 13- und eine 63-Jährige starben, neun weitere Personen wurden verletzt.

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