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MV aktuell Senioren als Autofahrer - mehr Unfälle aber keine Risiko-Gruppe
Nachrichten MV aktuell Senioren als Autofahrer - mehr Unfälle aber keine Risiko-Gruppe
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17:52 24.03.2019
Ältere Autofahrer sind im Straßenverkehr oft überfordert. Deshalb das Training der Reaktionsfähigkeit beim Fahrsicherheitstraining ratsam. Quelle: Alexander Körner/dpa
Schwerin

Immer mehr Senioren verursachen Verkehrsunfälle – doch laut Schweriner Innenministerium gelten die über 65-Jährigen nach wie vor nicht als Risikogruppe auf den Straßen. Im Jahr 2017 verursachten 894 Senioren einen Verkehrsunfall, 49 mehr als im Jahr davor. „Bei einem Bevölkerungsanteil von 23,6 Prozent ist diese Altersgruppe am Unfallgeschehen mit einem Verursacheranteil von 18 Prozent jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Michael Teich.

Probleme im Alter: längere Reaktionszeiten und nachlassende Sehfähigkeit

Die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sei nach wie vor deutlich überrepräsentiert: Ihr Bevölkerungsanteil betrage 5,1 Prozent, von den Unfall-Verursachern stellten sie im Jahr 2017 zwölf Prozent. Senioren seien in MV grundsätzlich keine Risikofahrer, betonte Teich. Allerdings sei der Einfluss zunehmenden Alters auf das Fahrverhalten unbestritten. Er nannte Faktoren wie längere Reaktionszeiten, nachlassende Seh- und Hörfähigkeit, Einschränkungen bei der Beweglichkeit sowie den Einfluss von Medikamenten.

Dies alles könne zu Einschränkungen beim sicheren Führen eines Fahrzeugs und bei der Teilnahme am Straßenverkehr führen. „Rückschlüsse auf die Fahreignung lassen sich aber nur aus dem konkreten Fahrverhalten des Einzelnen ableiten und nicht allein aufgrund seines Alters.“

Im Flächenland spielt Mobilität große Rolle

In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern spiele die eigene Mobilität im Alter eine besondere Rolle. „Dies gilt umso mehr in den ländlichen Regionen unseres Landes“, sagte Teich. Um die eigene Mobilität zu erhalten und eventuelle Defizite sicher auszugleichen, empfahl er freiwillige medizinische Untersuchungen, Beratungen und gezielte Trainings. Zu empfehlen sei auch das Bundesprogramm „Mobil bleiben - aber sicher“ der Verkehrswacht.

Wie viele Menschen im Land ihren Führerschein im Alter abgegeben, weil sie sich am Steuer nicht mehr sicher fühlen, wird in Mecklenburg-Vorpommern nicht erhoben.

Christiane Bosch