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MV aktuell Schweriner gesteht Vergewaltigung
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00:01 23.06.2017

. Klein, schmal, mit gefesselten Füßen, betritt ein Mann den Gerichtssaal, der im Dezember 2015 einen Elfjährigen in Schwerin vergewaltigt haben soll und erst über ein Jahr später gefasst wurde. Monatelang hatte die Polizei erfolglos nach dem heute 41-Jährigen gefahndet, der Fall wurde auch bundesweit in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ ausgestrahlt. Überführt wurde der Mann durch einen Massen-DNA-Test, zu dem 700 Schweriner eingeladen waren. Kurz zuvor hatte der Junge seinen Peiniger erneut in der Innenstadt gesehen.

Der Angeklagte gestern im Gerichtssaal. Quelle: Foto: Cornelius Kettler

Sein Mandant schäme sich für die Tat, sagt der Verteidiger zum Prozessauftakt gestern auf dem Flur vor Saal acht des Landgerichts in Kameras und Mikrofone. Er bereue sehr, was er dem Jungen angetan habe und habe mehrere tausend Euro Schadenersatz an die Familie gezahlt. Die hässlichen Details des Falls will der Angeklagte möglichst innerhalb des Gerichtssaals halten. Die Kammer verhandelt dann auch weitgehend hinter verschlossenen Türen – vor allem, um die Privatsphäre des kindlichen Opfers zu schützen. Der Anwalt, der als Nebenklägervertreter die Interessen des Jungen vertritt, hatte ebenfalls den Ausschluss der Öffentlichkeit verlangt.

Wie ein Gerichtssprecher später berichtet, trug der Verteidiger nach der Verlesung der Anklageschrift ein Geständnis des Angeklagten vor. Anschließend wurde die Mutter des Jungen als Zeugin gehört.

Ebenfalls hinter verschlossenen Türen sollen in der nächsten Woche die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten werden. Eine Befragung des Kindes ist nicht vorgesehen.

Der Junge war am 15. Dezember 2015 morgens auf dem Schulweg angesprochen und in den Schlosspark gelockt worden. Der Täter gab vor, Polizist zu sein und einen Drogentest durchführen zu wollen. Die Tat sorgte für Verunsicherung in Schwerin.

Iris Leithold

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