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MV aktuell Schwimmkran hebt gesunkenen Fischkutter vor Rügen
Nachrichten MV aktuell Schwimmkran hebt gesunkenen Fischkutter vor Rügen
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00:05 15.02.2017

Wrackbergung vor der Insel Rügen: Das Rostocker Taucherunternehmen „Baltic“ hat gestern damit begonnen, den 16 Seemeilen östlich von Sassnitz gesunkenen Fischkutter „Potsdam“ zu heben. Dafür sind die Bergungsspezialisten mit dem Schwimmkran „Sanne A“ ins Seegebiet „Adlergrund“ ausgerückt. Der soll das Wrack heute an den Haken nehmen und zur Fähre „Mira A“

bringen. Die transportiert das Boot dann weiter nach Dänemark, wo es entsorgt werden soll.

Auf dem Weg in das skandinavische Königreich ist der Fischkutter auch in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli vergangenen Jahres gewesen. Es war seine letzte Reise, er sollte dort abgewrackt werden.

Doch so weit kam es nicht, das Schiff sank. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, auch giftige Stoffe traten bei dem Unglück nicht aus. Allerdings stellte das Wrack eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Zu dem Ergebnis ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gekommen, das den Kutter am Meeresboden untersucht hat. Dabei wurde festgestellt: Das Wrack befand sich nur 12,4 Meter von der Wasseroberfläche entfernt – zu wenig, um dort liegen bleiben zu können. Denn die Schifffahrt braucht in dem Bereich einen Tiefgang bis zu 15 Metern, teilt eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Stralsund mit. Das hatte daraufhin die Untergangsstelle mit einer Leuchttonne gekennzeichnet, um andere Schiffe vor dem Hindernis zu warnen. Außerdem wurde der Eigner, wie es in solchen Gefahren-Situationen üblich ist, vom WSA aufgefordert, das Wrack zu bergen und umweltgerecht zu entsorgen. Dieser Aufforderung kam er allerdings nicht nach. Deshalb hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Bergung in Auftrag gegeben und wird dem Besitzer die Kosten der Aktion in Rechnung stellen. Die belaufen sich auf schätzungsweise rund 180000 Euro. Die genauen Umstände des Untergangs konnten bisher nicht eindeutig geklärt werden.

Im März vergangenen Jahres hatte der 45 Meter hohe Schwimmkran den Holzkutter „Condor“ geborgen. Der war Anfang Februar 2016 vor der Insel Fehmarn (Schleswig-Holstein) gesunken und lag dort in einer Wassertiefe von 22 Metern. Beim Untergang waren der Kapitän und sein Decksmann ums Leben gekommen. Das Wrack wurde nach Rostock gebracht und dort von Mitarbeitern der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung begutachtet. Dabei kam auch ein spezielles 3-D-Scanverfahren zum Einsatz. Nach der Daten-Analyse stand im Dezember fest: Falsch gestaute Ladung war Ursache für den Untergang der „Condor“. Kerstin Schröder

OZ

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