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„Sea-Eye“ rettet 794 Menschen an einem Tag

Rostock/Malta „Sea-Eye“ rettet 794 Menschen an einem Tag

Mit dem in Rostock umgebauten Kutter wurden 4900 Flüchtlinge vor Schiffbruch im Mittelmeer bewahrt

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Von Malta aus startet der Kutter „Sea-Eye“ zu den Missionen im Mittelmeer.

Quelle: Sea-Eye.org

Rostock/Malta. Bei ihrer bislang größten Rettungsaktion hat die Hilfsorganisation „Sea-Eye“ am Montag 794 Flüchtlinge aus Seenot im Mittelmeer gerettet. Die Organisation aus Regensburg (Bayern) ist dort seit Frühjahr 2016 mit einem in Rostock umgebauten Fischkutter im Einsatz. Bei den Geretteten handelt es sich nach Angaben von „Sea-Eye“-Sprecher Hans-Peter Buschheuer um Kriegsflüchtlinge aus nordafrikanischen Ländern.

Die Crew des Kutters hatte am Montag die Menschen auf sieben Booten mit Rettungswesten sowie einigen Rettungsinseln versorgt. „Auf die Weise wollen wir verhindern, dass die Boote kentern“, erklärte Buschheuer. Schwerverletzte würden an Bord der „Sea-Eye“ gebracht, andere Flüchtlinge von größeren Schiffen, etwa der italienischen Küstenwache, übernommen. Unter den Flüchtlingen am Montag seien schwangere Frauen, Kinder und Babys gewesen. „Ein Mädchen mit etwa 17 Jahren verstarb leider“, sagte Buschheuer.

Ab morgen werden zwei Seeleute aus Mecklenburg-Vorpommern die Crew verstärken. Bis Ende des Monats sind dann Kapitän Hannes Rabenhorst aus dem Landkreis Rostock und der Techniker Dieter Rahmann aus Rostock an Bord der „Sea-Eye“. In den zwölf Missionen seit April 2016 hat die Organisation bei den Fahrten vom Basishafen auf Malta aus insgesamt 4868 Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer gerettet.

Die private gemeinnützige Seenotrettungsorganisation „Sea- Eye“ hatte den ehemaligen Fischkutter „Sternhai“ Anfang des Jahres in Rostock übernommen und umrüsten lassen. Der 26 Meter lange Kutter wurde in der Rostocker Tamsen Werft auf seinen Einsatz vorbereitet. Dort wurden die technische Ausrüstung, Funk, Motor und Stromversorgung des fast 60 Jahre alten Schiffs auf Vordermann gebracht. Im Februar legte der Stahlkutter dann in der Hansestadt mit Ziel Mittelmeer ab.

Initiator ist der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer, der den Verein „Sea-Eye“ im Herbst 2015 mit Freunden und Familie gründete. Die Aktivisten arbeiten alle ehrenamtlich.

• www.sea-eye.org

axm

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