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Seemannspastor hat Gefühl für Leben auf See

Hamburg/Kiel/Rostock Seemannspastor hat Gefühl für Leben auf See

Matthias Ristau ist auch zuständig für die Deutsche Seemannsmission in MV

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Seemannspastor Matthias Ristau

Quelle: Christian Charisius/dpa

Hamburg/Kiel/Rostock. Als Seemannspastor der Nordkirche hat Matthias Ristau ein breites Aufgabenspektrum. Seit drei Jahren ist der 47 Jahre alte evangelische Theologe in seinem Amt zuständig für die Deutsche Seemannsmission in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. „Für die acht Vereine der Seemannsmission in Hamburg, Brunsbüttel, Kiel, Lübeck, Rostock und Sassnitz bin ich Berater, Begleiter und Koordinator.“ Dort übernehmen Ehrenamtliche oder Diakone Besuche an Bord der eingetroffenen Schiffe. Doch jeden Dienstag ist Seemannspastor Ristau in Hamburg selbst dabei. „So kann ich einmal in der Woche in der Praxis sein und habe direkt mit den Seeleuten zu tun“, erklärt er. Diese Erfahrung helfe ihm, die anderen bei ihrer Arbeit besser zu unterstützen.

„Ich gehe hauptsächlich auf Schiffe, die noch nicht in Hamburg waren“, erklärt er. Per Computer schaut er nach, welche Schiffe in Frage kommen und welcher Nationalität die Besatzung ist. Denn so kann er die passenden fremdsprachigen Zeitungen einpacken. Außerdem hat er Telefonkarten, Infomaterial über den Seemannsclub und Stadtpläne im Gepäck. „Die Gespräche entstehen gerade dadurch, dass man etwas Praktisches dabei hat“, berichtet der Seemannspastor. Angemeldet ist er meist nicht, braucht oft Geduld, bis die Mannschaft Zeit für ihn hat. Manchmal passt sein Besuch auch gar nicht. „Ich muss sensibel sein für die Situation, wenn beispielsweise gerade ganz viel Stress an Bord ist“, erklärt Ristau.

Er lebt mit seiner Familie in Wedel. Der gebürtige Hamburger war schon in Gemeinden in Lübeck, Nordfriesland und Kiel tätig. Auch nach Brasilien, wo er seine Ehefrau kennenlernte, führte ihn seine Arbeit für mehrere Jahre.

Die Stelle als Seemannspastor reizte ihn sofort: „Ich bewarb mich dafür, weil ich ja einiges an internationaler und interkultureller Erfahrung habe.“ Seit 2013 hat der Vater von zwei Töchtern sein Büro nun im Seemannsheim Altona. Ristau ist viel unterwegs im Gebiet der Nordkirche. Er fährt zu Sitzungen mit den ehrenamtlichen Vorständen, organisiert Seefahrer-Gottesdienste an Land oder ist an Vorbereitungen für den Deutschen Seeschifffahrtstag Ende September in Kiel beteiligt. Um selbst ein Gefühl für das Leben auf hoher See zu bekommen, fuhr er in seinem ersten Jahr auf einem Containerschiff in die Dominikanische Republik.

Stephanie Lettgen

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