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Sellering: SPD konnte Aufwind nicht nutzen

Kiel/Schwerin Sellering: SPD konnte Aufwind nicht nutzen

Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. MVs Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat darauf mit Bedauern reagiert. CDU-Landeschef Vincent Kokert bezeichnet den Wahlsieg der Union hingegen als „großartiges Ergebnis“.

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Daniel Günther, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein, spricht in Kiel auf der Wahlparty der Partei.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Kiel/Schwerin. Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. Die „Küstenkoalition“ aus SPD, Grünen und Dänenpartei wurde abgewählt. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Landeschef und Ministerpräsident Erwin Sellering hat darauf am Sonntag mit Bedauern reagiert, sieht darin aber noch keine Richtungsentscheidung für den Bund. „Das Ergebnis ist sicher kein Rückenwind für die Bundestagswahl. Man sollte es aber auch nicht überbewerten. Bis September sind noch vier Monate Zeit“, sagte Sellering am Sonntag in Schwerin. Dann gehe es um die Frage, ob die SPD mit Martin Schulz an der Spitze einen Kurs für mehr Gerechtigkeit einschlagen könne.

Angesichts der zuletzt wieder gewachsenen Zustimmung für die Sozialdemokraten sei das Ergebnis in Kiel auch „ein bisschen rätselhaft“ für ihn. „Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein fand in einer deutlich besseren bundespolitischen Stimmung für die SPD statt als die Wahl bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Doch während wir im Wahlkampf kräftig zugelegt haben, ist die SPD in Schleswig-Holstein gerade in den letzten beiden Wochen vor der Wahl zurückgefallen. Das wird man analysieren müssen“, sagte Sellering.

CDU-Landeschef Kokert wertet CDU-Wahlsieg als „großartiges Ergebnis“

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Vincent Kokert hat den Wahlsieg der Union in Schleswig-Holstein als „großartiges Ergebnis“ und gutes Omen für die kommenden Wahlen gewertet. „Mit diesem Rückenwind werden wir im September für Angela Merkel und die CDU kämpfen“, betonte Kokert. Zunächst aber gehe der Blick nach Nordrhein-Westfalen: „Auch die Menschen dort haben eine bessere Landesregierung verdient.“

Die CDU im Norden habe mit ihrem Spitzenkandidaten Daniel Günther eine beispiellose Aufholjagd hingelegt. „Das zeigt: kämpfen lohnt sich bis zum letzten Tag“, so Kokert, dessen Landesverband bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern im September dramatisch verloren hatte. Daniel Günther und die CDU in Schleswig-Holstein hätten einen klaren Sieg erzielt und damit den Auftrag zur Regierungsbildung in Kiel erhalten.

AfD zieht in den Schleswig-Holsteiner Landtag ein

Erstmals zog die AfD in den Schleswig-Holsteiner Landtag ein, aber mit deutlich einstelligem Ergebnis. „Unsere Erfolgsgeschichte geht weiter“, sagte Leif-Erik Holm, AfD-Chef in MV. Das eher knappe Abschneiden sei eine Folge von Störungen in Wahlkampf. Demonstranten hätten verhindert, „dass wir uns bekannt machen konnten“, so Holm.

MV-Grüne freuen sich mit Parteikollegen in Schleswig-Holstein

Nach ihrer eigenen Wahlschlappe im vergangenen September holen die Grünen Mecklenburg-Vorpommerns vor der Bundestagswahl nun Mut und Motivation bei ihren Parteifreunden. „Ich gratuliere unseren grünen Nachbarn im Norden zu diesem wirklich hervorragenden Wahlergebnis“, erklärte Claudia Müller, Landesvorsitzende der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Das „wahrscheinlich beste Ergebnis aller Zeiten in Schleswig-Holstein“ zeige, „dass die Bürger zufrieden sind mit dieser grünen Politik, die für alle Menschen Verantwortung übernimmt, die ehrlich und interessiert zuhört, die den Dialog sucht und fördert und die sich engagiert für die Menschen vor Ort einsetzt“. Nähe und Offenheit der Partei seien auf großartige Weise belohnt worden. Mit rund 13 Prozent wurden die Grünen in Schleswig-Holstein erneut drittstärkste Kraft.

MV-Linke sieht Stimmenzuwachs in Schleswig-Holstein positiv

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hat den Stimmenzuwachs der Partei in Schleswig-Holstein trotz des neuerlichen Scheiterns an der Fünf-Prozent-Hürde insgesamt positiv bewertet. Das Tief der letzten Landtagswahl habe die Linke deutlich hinter sich gelassen. „Dies ist ein Erfolg und macht uns zuversichtlich für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen“, sagte Björn Griese, stellvertretender Linke-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern.

Er bedauerte, dass die Linke im Nachbarland mit ihrem engagierten Wahlkampf unter 5 Prozent blieb und den Sprung in das Kieler Parlament somit erneut verpasste. „Trotz des Aufwindes in Umfragen hat es am Ende offensichtlich nicht für den Einzug in den Landtag gereicht“, konstatierte Griese. Die Wahl habe aber auch deutlich gemacht, dass für die SPD aus Berlin und von ihrem Spitzenkandidaten Martin Schulz kein Rückenwind wehe. „Viele Menschen haben offensichtlich erkannt, dass Wort und Tat bei der SPD weit auseinanderliegen.“

OZ

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