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Sellering soll SPD in Wahl führen

Schwerin/Neubrandenburg Sellering soll SPD in Wahl führen

Kandidaten-Liste vor dem Parteitag steht / Genossen erwarten Kampfkandidaturen

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SPD-Landeschef Erwin Sellering (66) will erneut Minister- präsident werden.

Schwerin/Neubrandenburg. Reichlich Brisanz birgt der anstehende Parteitag der Landes-SPD am Sonnabend in Neubrandenburg: Neben dem Regierungsprogramm für kommende Jahre wollen die Genossen auch die Kandidaten-Liste zur Landtagswahl am 4. September aufstellen. Gestern Abend diskutierte der Landesvorstand eine Vorschlagsliste, die der OZ vorliegt — leichte Abweichungen nach der Sitzung möglich. Wenig überraschend: Parteichef und Ministerpräsident Erwin Sellering (Schwerin) steht demnach auf Platz eins, gefolgt von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (Neubrandenburg), den Ministern Christian Pegel (Greifswald), Birgit Hesse (Wismar), Till Backhaus (Boizenburg) und Mathias Brodkorb (Rostock). Es folgen Stefanie Drese (Bad Doberan), Fraktionsvize im Landtag, und der Parlamentarische Geschäftsführer Heinz Müller (Pasewalk).

Spätestens nach Platz acht dürfte es auf dem Parteitag spannend werden, da mit Kampfkandidaturen zu rechnen sei, erklären SPD-Mitglieder. Bei vorderen Plätzen gebe es noch „Beißhemmungen“ gegen die Parteilinie. Auf Platz neun der Vorschlagsliste steht Martina Tegtmeier (Gadebusch), gefolgt von Julian Barlen, dem Rostocker SPD-Kreischef. Parteiintern umstritten ist, warum Barlen, der nicht Direktkandidat im Wahlkreis ist, so weit vorn gehandelt wird. Korrekturen möglich. Auch deshalb, weil nach den Regeln der Landes-SPD alle acht Kreisverbände auf der Liste berücksichtigt sein sollen.

40 Prozent der Kandidaten müssen Frauen sein.

„In der Liste ist immer Spannung drin“, sagt SPD-Landesgeschäftsführer Marcus Unbenannt. Was er nicht sagt: wohl mehr als sonst, denn auch unter Genossen gilt als durchaus realistisch, dass deutlich weniger Direktmandate in Wahlkreisen gewonnen werden als noch 2011 (24 von 36). Da wird ein Platz an der Sonne — vorn auf der Liste — um so wichtiger für den Einzug ins Parlament. Auf Platz elf bis 14 der Vorschlagsliste stehen Thomas Krüger (Demmin), Susann Wippermann (Ribnitz-Damgarten), Andreas Butzki (Neustrelitz) und Elisabeth Aßmann (Ludwigslust) als erster Neuling in der Landespolitik .

Es folgen Cathleen Kiefert-Demuth aus Rostock, Thomas Würdisch (Rügen), Dagmar Kaselitz (Penzlin) und Jörg Heydorn (Schwerin). Auf Platz 19 folgt Inge Höcker (Stralsund), auf Platz 20 Thomas Schwarz (Parchim).

Dass die SPD zur Wahl wie vor fünf Jahren bei über 35 Prozent der Stimmen landet, glaubt wegen des Erstarkens der AfD kaum jemand. In jüngsten Umfragen kam die CDU zuletzt bedrohlich näher. So grübelt ein SPD-Mann gar, was wohl wäre, wenn die Partei bei „15 Prozent und an vierter Stelle“ lande — hinter CDU, Linken und AfD.

Für Parteichef Erwin Sellering (66) ist dies kein Maßstab. Er betont den Führungsanspruch seiner Partei auch in einer kommenden Regierung.Frank Pubantz

OZ

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