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MV aktuell Sind Doberaner Renntage gerettet?
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00:01 09.06.2016
Auf Grundlage eines ausgeglichenen Haushaltes können die Renntage stattfinden. Es konnten weitere Sponsorengelder akquiriert werden.“Heinz Beuter, Doberaner Rennverein

Streit um die Doberaner Renntage im August. Nachdem der Rennverein die Veranstaltung vor knapp drei Wochen aus finanziellen Gründen abgesagt hatte, sollen sie doch stattfinden. Das Präsidium des Rennvereins hat gestern auf einer außerordentlichen Sitzung mehrheitlich entschieden, dass die Renntage doch stattfinden können, teilt Präsidiumsmitglied Heinz Beuter mit. Die 60000 Euro, die dem Verein zur Durchführung der Renntage noch fehlten, konnten jetzt durch weitere Sponsorengelder gewonnen werden, so Beuter. Pikant: Der Vereinsvorsitzende Harald Morgenstern stimmte nicht mit ab, weil er sich im Urlaub befindet. Der zeigte sich gestern Abend schockiert. „Das ist nicht von mir gebilligt.“ Und: Nur er könne als Präsident laut Satzung eine außerordentliche Sitzung einberufen.

„Wir waren uns immer einig, dass wir die Renntage wollen“, sagt Beuter. Und für die finanziellen Voraussetzungen sei in den letzten Wochen eine Deckung gewonnen worden. „Weil das Interesse und die Unterstützung so riesengroß waren, haben wir Gas gegeben und sind der Auffassung, dass die Renntage jetzt stattfinden können. Ein- und Ausgaben halten sich die Waage.“

Bis der Vorsitzende aus dem Urlaub zurückkehrt, solange konnte laut Beuter nicht gewartet werden.„Es soll aber nicht wie Königsmord aussehen“, stellt Heinz Beuter klar. „Er ist informiert über alles und legt großen Wert darauf, dass wir außerordentliche Liquidität haben.“ Bis gestern habe der Verein beim Direktorium des Deutschen Galopprennsports melden müssen, ob Doberan die PMU-Rennen in Anspruch nehme. PMU ist eine französische Wettvereinigung, die die Rennen sponsert, erläutert Heinz Beuter. Das bringe 30 000 Euro in die Kasse. Hinzu kommt: Bei den Rennen könne weltweit auf die Doberaner Pferde gesetzt werden. Daher sei mit Wetteinnahmen von 20000 Euro zu rechnen.

Die PMU-Rennen sind gesichert, erwidert Harald Morgenstern, der in seinem Urlaub auch mit dem Direktorium in regem Kontakt sei. Dass sich Sponsoren gemeldet und neue Töpfe geöffnet haben, bestätigt der Vorsitzende des Rennvereins. „Es gab Stimmen aus ganz Deutschland, dass die Rennen erhalten bleiben müssen.“ Derzeit sei der Verein dabei zu gucken, was noch möglich sei. „Wir müssen die Zahlen erst mal gesichert haben. Eine Liquidität muss da sein. Das wird geprüft. Sollte das Direktorium keine plausiblen Zahlen haben, werden die Rennen nicht genehmigt“, sagt Harald Morgenstern.

Der Doberaner Rennverein hatte im Dezember 2014 die organisatorische und kaufmännische Durchführung der Renntage von der Ostseesparkasse übernommen. Diese hatte sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. 2015 war der Rennverein durch außerplanmäßige Kosten in die Schulden geraten. Rund 70 000 Euro betrug das Defizit, Firmen konnten nicht bezahlt werden. Nach eigenen Aussagen habe der Verein jetzt keine Schulden mehr.

Anja Levien

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