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Sommergäste: Stechmücken und Schmetterlinge im Anflug

Sommergäste: Stechmücken und Schmetterlinge im Anflug

Wissenschaftler rechnen mit vielen Blutsaugern in diesem Juni / Zahlreiche Tagfalterarten streifen jetzt ihr Puppenkleid ab und schwirren durch die Gärten

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Flatterhaft: Diestelfalter

Quelle: BUND

Schwerin Schönlinge und Plagegeister machen die große Flatter: In Gärten und auf Wiesen geben Schmetterlinge ihr Sommer-Gastspiel. Zugleich machen in MV jetzt die Stechmücken Ernst. In Süd- und Mitteldeutschland rechnen Wissenschaftler nach den ausgiebigen Regenfällen ohnehin mit einer Mückenplage. Doch auch der Nordosten bleibt nicht verschont. „Es wird ein mückenreicher Juni“, sagt Dr. Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung. Dort, wo es in den vergangenen zwei Wochen geregnet habe, würden jetzt zuhauf Blutsauger aus ihren Eiern schlüpfen, erklärt die Expertin. Feucht und warm – „da jubeln die Mücken“. Für sie seien das beste Bedingungen, um sich zu vermehren. „Volle Regentonnen sind ideale Brutbehälter. Also besser abdecken“, rät Walther.

OZ-Bild

Wissenschaftler rechnen mit vielen Blutsaugern in diesem Juni / Zahlreiche Tagfalterarten streifen jetzt ihr Puppenkleid ab und schwirren durch die Gärten

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Sie sind dagegen gern gesehene Gäste: Blauschillernder Feuerfalter, Mauerfuchs und Großes Ochsenauge streifen jetzt ihre Puppenkleider ab und flattern durch die Gärten. Während Arten wie Admiral und Zitronenfalter das ganze Jahr über zu beobachten sind, zeigen sich die meisten Schmetterlinge erst ab Mai im Falterstadion. „Jetzt fliegt richtig viel umher“, sagt Ulf Bähker vom Naturschutzbund (Nabu). „Nicht umsonst wurden Schmetterlinge früher Sommervögel genannt.“ Heute hätten es Tagfalter schwer. Weil die ohnehin wenigen Wiesen häufig gemäht würden, fehle es an den Wirtspflanzen, an denen sich Schmetterlingsraupen laben können. Helfen könnten ihnen Hobbygärtner, indem sie Brennnesseln stehen ließen. Die stünden bei Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs auf der Speisekarte.

Der Schwalbenschwanz ließe sich am liebsten Doldenblütler wie Möhre und Dill schmecken, sagt Bähker. Knapp 95 Schmetterlingsarten kann man in MV noch entdecken. Rund 20 davon sind vom Aussterben bedroht. Zeit also, die Kamera zu zücken: Wem ein gutes Falter-Foto geglückt ist, kann dieses bis zum 19. Juni an den Nabu senden. „Als Dankeschön helfen wir bei der Bestimmung der Falterart“, sagt Bähker.

Hinschauen lohnt auch bei Wespen. Nicht alles, was schwarz-gelb ist und umherschwirrt, ist gefährlich. Sechs der acht Arten in Deutschland sind laut Nabu friedliche Brummer. Nur die Gemeine und die Deutsche Wespe fliegen auf Süßes. Wer sich im Freien Eis und Kuchen schmecken lässt, hat diese Mitesser schnell am Tisch. Nicht nach ihnen schlagen, sonst fühlen sich Wespen bedroht und stechen.

Besser sind Ablenkungsmanöver: Wer den Biestern ein paar Meter weg vom Kaffeetisch überreife Früchte serviert, hat seine Ruhe.

Falterbilder an: Manuela.Heberer@NABU-MV.de; Mückenmeldung an: mueckenatlas@zalf.de

Antje Bernstein

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