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MV aktuell Sparkassen überweisen kaum Gewinne an Kommunen
Nachrichten MV aktuell Sparkassen überweisen kaum Gewinne an Kommunen
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00:05 24.05.2016

Die Kommunen im Norden bekommen von ihren Sparkassen laut NDR nur einen kleinen Teil der Gewinne ausgeschüttet. Statt das Geld zu überweisen, horteten die öffentlich-rechtlichen Sparkassen die Profite lieber als Sicherheitsrücklage für strengere Eigenkapitalquoten, berichtet das Magazin „Panorama 3“. Im Schnitt nur 2,18

Prozent der vorsteuerlichen Gewinne landeten demnach im Jahr 2014 bei Städten und Kreisen.

Die Sparkassen begründen die geringen Quoten mit wachsenden Belastungen durch die niedrigen Zinsen und die höheren Kosten durch strengere Regulierung. Eine Sprecherin des ostdeutschen Sparkassenverbands verwies zudem auf Sponsoring und Spenden, die die Banken leisteten.

Ab 2019 müssen die Sparkassen 10,5 Prozent ihrer Bilanzsumme durch Eigenkapital decken. Diesen Wert haben laut Bericht fast alle Kassen mit kommunalem Träger schon 2014 erreicht. Einige Sparkassen hätten die Quote längst klar übertroffen. Spitzenreiter ist demnach mit 35,3 Prozent Eigenkapital die Sparkasse Uecker-Randow. An den Kreis Vorpommern-Greifswald habe sie zuletzt keinen einzigen Euro ausgeschüttet.

Der Ökonom Ralf Jasny nannte einen weiteren möglichen Grund für die Zurückhaltung der Sparkassen: Da die Vorstandsgehälter an das Eigenkapital gekoppelt seien, hätten die Bankchefs bei höheren Ausschüttungen „eine kleinere oder geringere Argumentation, ihre Gehälter so hoch zu halten“.

OZ

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