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MV aktuell Spektakel: Tausende Kraniche sammeln sich für Flug gen Süden
Nachrichten MV aktuell Spektakel: Tausende Kraniche sammeln sich für Flug gen Süden
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00:01 22.08.2016

Stralsund Auch wenn es laut Wetterprognose noch einmal richtig warm werden soll: Die ersten Zugvögel machen die Flatter. Jungstörche und Mauersegler kehrten den deutschen Gefilden bereits den Rücken. In den vergangenen Tagen haben Mecklenburg-Vorpommerns Trauerseeschwalben ihren Brutplatz – den Hinterwiesenweiher in Klepelshagen (Kreis Vorpommern-Greifswald) – Richtung Westafrika verlassen. Jetzt machen sich auch die im Nordosten heimischen Kraniche startklar für den Abflug gen Süden. Vor allem in Nordvorpommern versammeln sich Tausende der Glücksvögel. In Flachwassergebieten und auf abgeernteten Feldern bereiten sie sich auf die Reise in ihre Winterquartiere vor.

Besonders viele Kraniche sind aktuell entlang der Darß-Zingster Boddenkette und auf der Insel Rügen zu beobachten, sagt Thomas Heinicke vom Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf bei Stralsund.

Trupps von etwa hundert Tieren seien keine Seltenheit.

Das große Gedränge steht allerdings erst noch bevor. Ab Mitte September fliegen die Kraniche aus Skandinavien und Polen ein. Heinicke rechnet mit bis zu 60000 Tieren im Land, die sich dann hier auf die „Winterflucht“ vorbereiten. Soviel Geflatter ist manchem Vogel aus MV offenbar zu viel. Etliche hier heimische Kraniche nehmen Reißaus und verziehen sich nach Niedersachsen, bevor es sie nach einer Zwischenrast weiter nach Frankreich zieht. Der große Kranichzug entlang der Rügen-Bock-Region im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft startet im November.

Die Langstreckenflieger unter den deutschen Kranichen sind die Brandenburger. Sie überwintern in Spanien. Solche Flugstrapazen ersparen sich die Glücksvögel aus MV. Die meisten von ihnen verbringen die kalten Monate in Nordostfrankreich, viele auch in Westdeutschland. Einigen ist selbst das zu weit, sagt Heinicke. Etwa 600 Kraniche überwintern in der Schaalsee-Region, darunter auch Südflugverweigerer aus MV. Die milden Temperaturen der vergangenen Winter machen’s möglich.

Bis zu 4000 Brutpaare, dazu Hunderte Jungtiere und Brutreserve-Vögel, leben derzeit in Mecklenburg-Vorpommern, sagt Thomas Heinicke. „Insgesamt dürften es aktuell etwa 15000 bis 20000 Kraniche sein.“ Der Population käme zugute, dass es immer mehr Brutflächen gebe. Bundesweit wächst die Kranichpopulation. Momentan sollen in ganz Deutschland 8500 Brutpaare leben.

2016 allerdings war ein schlechtes Jahr für Kraniche. Um ihren Nachwuchs vor Fressfeinden zu schützen, wählen die Vögel Brutplätze, die von Wasser umgeben sind. Weil aber das Frühjahr sehr trocken gewesen sei, hätten vor allem in Nordvorpommern viele Vogelpaare ihre Brut aufgegeben oder gar nicht erst mit dem Brüten begonnen, erklärt Heinicke.

Rügen und die Darß-Zingster Boddenkette zählen zu den größten Kranich-Rastplätzen Mitteleuropas. Fans der Glücksvögel sollten sich die Woche vom 18. bis zum 25. September vormerken. Dann veranstaltet das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf die „Woche des Kranichs“.

Zu den größten Kranich-Sammelplätzen im Binnenland zählt der Müritz-Nationalpark. Bereits am vergangenen Wochenende haben Ornithologen an den flachen Seen östlich der Müritz über 1400 Kraniche gesichtet. Mit lautem Trompeten steuern die großen Trupps in V-Formation abends die Schlafplätze an. Wer das hautnah erleben und Wissenswertes rund um den Kranich erfahren möchte, kann ab sofort wieder mit Fachleuten auf Vogelschau gehen. Die Nationalpark-Ranger bieten Führungen am Rederangsee an.

• Programm Kranichwoche:

www.kraniche.de Führungen:

www.nationalpark-service.de

Antje Bernstein

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