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MV aktuell Spenden für Willi – New York rückt ein Stück näher
Nachrichten MV aktuell Spenden für Willi – New York rückt ein Stück näher
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00:01 25.03.2017
Auszug aus dem Brief des Spenders, der für Willis Reise nach New York 500 Euro überwiesen hat. REPRO: OZ
Stralsund

Der schwerkranke Willi Trost (Foto) hat einen Traum: einmal nach New York zu reisen. Der 19-jährige Stralsunder leidet jedoch an Muskeldystrophie, die seine Muskulatur zerstört. Eine Reise mit dem Flugzeug ist nicht mehr möglich, da Willi nur noch in seinem speziell gefertigten Rollstuhl sitzen kann. Und eine Fahrt mit dem Schiff ist sehr teuer. Überfahrt, Aufenthalt und Pflegekräfte kosten insgesamt 30000 Euro. „Wir haben zwar auf so eine Reise gespart“, erklärt Mama Bärbel Trost. „Aber allein können wir das nicht stemmen.“

Das Schicksal von Willi Trost hat viele Leser der OSTSEE-ZEITUNG bewegt. Sie haben haben viel Hilfsbereitschaft gezeigt, um Willi seinen großen Traum zu erfüllen. Bis heute haben sie 7577 Euro für die Fahrt gespendet.

Ein Leser, der seinen Namen gern für sich behalten möchte, überwies nicht nur 500 Euro, sondern schickte der OZ auch einen Brief mit seiner eigenen berührenden Geschichte – siehe nebenstehende Kopie. Im vergangenen Jahr ist die Frau des Mannes an Leukämie gestorben. Doch vorher hatten alle Familienmitglieder für die letzte gemeinsame Reise des Ehepaares nach München zusammengelegt, damit sie dort ihre kleine Urenkelin sehen konnten, die am 16. April das Licht der Welt erblickt hatte. Auf der Facebookseite der OZ wurde dieser Brief von Hunderten Menschen gelesen und geteilt. Unter anderem Andra Struppek kommentierte: „Diesem Mann möchte ich unbekannterweise für seine aufopferungsvolle Geste einen großen Dank aussprechen, ebenfalls bin ich betroffen von so viel Nächstenliebe und Anteilnahme dieses liebevollen und selbstlosen Menschen.“ Und auch Sabine Hartwich war gerührt: „Das ist bewegend und eine wundervolle Geste, so kommt Willi seinem Ziel näher.“

Willi selbst war einfach geplättet: „Als ich das las, wusste ich gar nicht, wie ich reagieren soll. Das ist absolut stark.“ Auch Mama Bärbel war gerührt „von der Geschichte und der Geste“. Beiden ist sofort eine Gemeinsamkeit aufgefallen: „Die Urenkelin des Spenders hat am 16. April Geburtstag und Willi auch“, sagt Bärbel Trost. Dass das Ziel, New York tatsächlich zu erleben, immer greifbarer wird, das realisieren die Trosts Stück für Stück. Wenn auch Sie, liebe Leser, Willi helfen möchten, können Sie spenden an: Aktion Kindertraum, Iban: DE10 2501 0030 0138 1963 02,

Stichwort: Willi New York Miriam Weber

OZ

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