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MV aktuell Spielzeug für kleine Forscher
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00:01 31.01.2018
Klara (3 Monate) und ihre Mutter Franka Mühlichen (28) finden die Spielsachen von Plantoy und Holzfiguren von Ostheimer im Laden vom Papa ganz toll.
Rostock/Greifswald

Holzkräne, Legosets und Schleichfiguren füllen neben anderem Spielzeug die Regale im Spielwarengeschäft „Mancala“ in Rostock.

Heute startet die Spielwarenmesse in Nürnberg: Auch Fachhändler aus MV schauen sich dort um. Im Nordosten stehen Spiele für draußen, Bügelperlen und Gesellschaftsspiele hoch im Kurs.

Die neuesten Spielzeug-Trends werden ab heute in Nürnberg vorgestellt. Auch Fachhändler aus Mecklenburg-Vorpommern reisen dorthin, um sich Anregungen zu holen und Neuheiten zu entdecken. Konrad Mühlichen, Geschäftsführer des Ladens „Mancala“ in Rostock, ist dieses Jahr zwar nicht dabei. Aber: Er hat ein gutes Gespür für Trends. In seinem Geschäft sind neben der großen Auswahl an Holzspielwaren auch Kartenspiele wie „Dead Man’s Draw“ und „Werwolf“ besonders gefragt. „Lego ist und bleibt natürlich Marktführer, aber es gibt auch einige Revivals“, sagt Mühlichen. So sind Beyblades, die Kampfkreisel aus einer Manga-Serie, Pokémon und Bügelperlen wieder auf dem Vormarsch. Aber auch Schleich-Figuren seien in den Kinderzimmern stark vertreten.

Eine Neuentwicklung, die schon zu Weihnachten auf vielen Wunschzetteln stand, sind die Tonies-Boxen. Auf die weich verpackten Geräte werden kleine Figuren gestellt, wodurch dann eine Geschichte abgespielt wird. „Sie könnten die Kinder-CD ablösen“, meint Konrad Mühlichen.

In dem kleinen Fachgeschäft in Rostock gibt es nur wenige elektronische Spielwaren. „Wir legen Wert auf ökologisch wertvolles Spielzeug, das die Kreativität der Kinder fördert“, erklärt Mühlichen. So bietet er zum Beispiel Holzspielzeug der Firma Plantoy an. Der Hersteller aus Thailand produziert seine Produkte müllfrei.

Insgesamte 2902 Aussteller aus dem Spielwarensegment präsentieren sich ab heute in Nürnberg. Wenn es nach den Trendsettern der Spielwarenbrache geht, hält der Teamgeist in den Kinderstuben Einzug.

2018 sind Spiele angesagt, die soziale Kompetenz und Dialog fördern sollen. Also Fähigkeiten, die auch im Berufsleben wichtiger denn je sind, wie die Macher der Spielwarenmesse erläutern. Denn ohne Kooperation, soziale Interaktion und Flexibilität komme man heutzutage nicht weit.

„Fachbesucher bekommen mit den diesjährigen Trends, die wir auf der Messe zeigen, eine Orientierung bei den rund eine Million Produkten und 100 000 Neuheiten“, sagt Ernst Kick, Messe-Vorstandschef.

Zweiter großer Trend ist Spielzeug für große und kleine Abenteuer in der Natur.

Mandy Schneider, Inhaberin des Spielzeuggeschäfts „Wünsch dir was“ in Güstrow: „Gerade im Frühjahr sind bei uns Taschenmesser und Becherlupen gefragt. Der Trend geht zum draußen spielen und Natur erkunden.“ Mit Lupen und Nistkästen ausgestattet, könnten die Kinder kleine und große Tiere erforschen. Schnitzen und werkeln würden die Kinder auch wieder mehr. Spielzeug-Händler Konrad Mühlichen ist wie auch Jenny Krohn, Inhaberin von „Flax&Krümel“ in Greifswald, alle zwei Jahre auf der Messe in Nürnberg. „Es gibt da viele tolle Anregungen und Neuheiten, aber es ist halt sehr weit“, sagt Krohn. In ihrem Laden sind „Nexoknight“ und „Ninjago“ von Lego derzeit besonders gefragt. Die kleinen Steine können nach einer Anleitung zusammengebaut oder zum kreativen Basteln genutzt werden. „Mit Brettspielen wie ,Codename’ und ,Siedler von Catan’ kann die ganze Familie spielen, ,Kakerlakak’ ist besonders für die Kleineren“, sagt Krohn. Zudem sind Sammelfiguren sehr beliebt.

Aber auch klassische Spiele sind nach dem Index des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) wieder gefragt. Dazu gehören vor allem Gesellschaftsspiele, die schon vor vielen Jahren beliebt waren. „,Mensch ärgere dich nicht’ ist immer gefragt, aber auch das Spiel ,Monopoly’, das immer wieder modifiziert wird“, sagt Wolf Günthner vom DVSI. Wichtiger würden auch Spiele, die beim Lernen unterstützen.

Spielwarenmesse Nürnberg

Heute öffnet die 69. Spielwarenmesse in Nürnberg für Hersteller und Fachbesucher. Bis Sonntag stellen 2902 Unternehmen aus 68 Ländern aus – so viele wie noch nie.

Neue Impulse kann die deutsche Spielwarenbranche gut gebrauchen, denn 2017 verzeichnete sie eher durchwachsene Umsätze. „Der jahrelange Spielwaren-Boom hat eine Pause eingelegt“, teilte Willy Fischel, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS), mit. Die Marktforschungsfirma npdgroup meldete für die Branche kürzlich ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der BVS rechnet für den Inlandsmarkt bestenfalls mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis von rund 3,1 Milliarden Euro.

Christin Tute

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