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MV aktuell Starke Lupinen-Ernte in MV
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00:01 05.12.2017
Ein Fotograf macht am Julius-Kühn-Institut in Groß Lüsewitz (Kreis Rostock) Aufnahmen von blühenden Andenlupinen. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Güstrow

. Die Anbauer von Lupinen haben in diesem Jahr überraschend eine gute Ernte eingefahren. Annett Gefrom will anfangs kaum glauben, was ihr an Bilanzen auf den Tisch flattert: „Aktuell bin ich bei einem Durchschnittsertrag von 30 Dezitonnen je Hektar“, sagt die Projektmanagerin des Lupinennetzwerks mit Sitz an der Agrar-Landesforschungsanstalt Güstrow-Gülzow. „Das übertrifft deutlich alle Prognosen.“ In der Spitze seien gar bis zu 35 Dezitonnen je Hektar erreicht worden.

Landwirtschaftsbetriebe in ganz Deutschland haben sich das Ziel gesetzt, wieder mehr Eiweißpflanzen für Viehfutter anzubauen und auf Importe zu verzichten. 53 Agrarbetriebe bundesweit setzen auf Lupinen, der Landesbetrieb Landwirtschaft in Hessen koordiniert den Anbau von Erbsen und Bohnen und die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft forciert den heimischen Anbau von Soja.  

Für den Ackerbau war das Wetter 2017 nicht optimal. Die Lupinen haben die Nässe zur Überraschung der Fachleute aber besser verkraftet als Raps und Getreide, deren Erträge 2017 unter den Erwartungen blieben.

Beim Projektstart 2014 war der Anbau von Körnerleguminosen bundesweit auf unter ein Prozent der Ackerfläche gesunken. Grund für den Tiefstand waren wiederholte Missernten vor allem wegen zunehmender Krankheiten wie Anthraknose. Die Brennfleckenkrankheit befällt Stängel und Hülsen und kann zum Totalausfall führen. Daher importieren die Bauern lieber Soja zur Eiweißversorgung der Tiere. Aber Soja bereitet Probleme wegen mangelnder Qualitäten und gentechnisch veränderter Sorten. Das Netzwerk soll aus dem Dilemma herausführen. Was sich alle Beteiligten wünschen, sind züchterische Fortschritte. Nachdem für die Blaue Lupine bereits gegenüber Anthraknose weitgehend tolerante Sorten entwickelt wurden, steht dies für die Gelbe und Weiße Lupine noch aus. Grundsätzlich resistente Sorten gibt es nach wie vor nicht.

Jã¼rgen Drewes

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