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Starkregen, Sturm und Rekordblitze

Rostock Starkregen, Sturm und Rekordblitze

Unwetter tobte über Deutschland / Viele Feuerwehreinsätze in MV / Tornadogefahr bleibt

Rostock. Überflutete Straßen und Kreuzungen, vollgelaufene Keller: Eine Unwetterfront mit Starkregen und heftigen Gewittern hat in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehren im Norden in Atem gehalten. Die Gewitter tobten sich über fast ganz Deutschland aus. Registriert wurden 185 000 Blitze – im ganzen Jahr sind es normalerweilse zwei Millionen Blitze.

In Mecklenburg-Vorpommern erwischte es vor allem den Westteil des Landes. In Zapel im Landkreis Ludwigslust-Parchim schlug am späten Montagabend ein Blitz in ein Reetdachhaus ein. Das Einfamilienhaus brannte vollständig nieder, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Aquaplaning war offenbar die Ursache für einen Verkehrsunfall auf der Autobahn 24 zwischen Suckow und Parchim. Nach Angaben der Polizei verlor ein 64-Jähriger bei Starkregen die Kontrolle über seinen Pkw und schleuderte gegen die Leitplanke. Fahrer und Beifahrerin überstanden den Unfall unverletzt. Die Polizei appelliert an alle Kraftfahrer, bei aufkommendem Starkregen unbedingt die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Auch für gestern waren in Mecklenburg-Vorpommern Starkregen und Sturmböen vorhergesagt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes entwickelten sich erneut starke Gewitter.

In der Nacht zu Dienstag hatte es in mehreren Bundesländern schwere Unwetter gegeben. Regenwasser überflutete Straßen, Gullydeckel wurden hochgedrückt, Keller liefen voll. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg liefen mehrere Häuser und Keller in der Unterstadt nahe der Elbe voll. Auf der Autobahn 1 sank die Sichtweite auf unter zehn Meter. Im Süden von Schleswig-Holstein zählte die Rettungsleitstelle rund 200 Einsätze binnen zwei Stunden. In Hamburg fielen bis zu 30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Stunde. Auch aus Berlin und Brandenburg wurden zahlreiche Feuerwehreinsätze gemeldet. Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag wurde durch einen Erdrutsch blockiert. Ein Güterzug fuhr bei der Ortschaft Schmilka in das Hindernis hinein und entgleiste. Im Fernverkehr fielen die Züge zwischen Dresden und Prag bis gestern Nachmittag aus.

Die Tornadogefahr bleibe in den Tagen bis Ende Mai weiterhin deutlich erhöht, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. „So ein kleinräumiger Wirbelsturm kann sich jederzeit und überall bilden, besonders bei heftigen Schauern und Gewittern.“

OZ

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